Führende gesellschaftliche Organisationen rufen zu mehr Dialogbereitschaft auf

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    Deutschland,

    Ein breiter Zusammenschluss führender gesellschaftlicher Organisationen und Verbände hat Bürger und Politik in der Corona-Pandemie zu «besonnenem Handeln und mehr Dialogbereitschaft» aufgerufen.

    Mitglieder der Künstlerszene demonstrieren am Reichstag
    Mitglieder der Künstlerszene demonstrieren am Reichstag - AFP/Archiv

    «Uns eint die Überzeugung, dass die eigene Freiheit spätestens dort endet, wo die Gesundheit und das Leben anderer gefährdet wird», erklärte die sogenannte Allianz für Weltoffenheit am Montag vor den neuen Beratungen von Bund und Ländern über mögliche Massnahmen zur Corona-Eindämmung.

    In der Allianz für Weltoffenheit sind grosse Verbände aus den Bereichen Religion, Wirtschaft, Kultur, Umweltschutz sowie Sport zusammengeschlossen. Dazu gehören die Deutsche Bischofskonferenz, der Rat der Evangelischen Kirche, der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, der Zentralrat der Juden, der Deutsche Kulturrat, der Koordinationsrat der Muslime, der Deutsche Naturschutzring sowie der Deutsche Olympische Sportbund. Den Zusammenschluss gibt es seit 2016.

    In ihrem gemeinsamen Appell riefen die Organisationen dazu auf, die Rolle der Parlamente in der Debatte und bei den Beschlüssen über Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie zu stärken. Diese seien in einer Demokratie «die zentralen Orte» dafür. Das müsse auch in «Ausnahmesituationen» gelten. Politik müsse die Massnahmen ausserdem gut begründen. Zugleich stünden aber alle in der Verantwortung, Leben zu beschützen und jenen beizustehen, die besonders litten.

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