Französische Banken fordern Ende der Gewalt bei «Gelbwesten»-Protesten
Zum 20. Protestsamstag der «Gelbwesten» in Frankreich haben die Banken Randalierer aufgerufen, ihre Einrichtungen zu verschonen.

Das Wichtigste in Kürze
- Filialen und Geldautomaten oft Ziel von Ausschreitungen am Rande der Demos.
Die «ungerechtfertigte Gewalt» unter anderem gegen Filialen und Geldautomaten müsse endlich aufhören, erklärte der Bankenverband am Samstag in der Zeitung «Le Monde».
Seit Beginn der Proteste vor mehr als vier Monaten seien hunderte Einrichtungen von Banken verwüstet, geplündert oder angezündet worden, beklagte der Verband. Auch Bankangestellte seien bedroht worden. Am 16. März war eine im Erdgeschoss eines Wohnhauses gelegene Filiale der Bank Tarneaud in Paris angezündet worden, dabei wurden elf Menschen verletzt.
Auch am Samstag wollten die «Gelbwesten» wieder gegen die Politik von Präsident Emmanuel Macron demonstrieren. Angesichts von Ausschreitungen am Rande der Proteste haben die Behörden erneut Demonstrationsverbote verhängt. Untersagt sind Kundgebungen unter anderem auf dem Pariser Boulevard Champs-Elysées sowie in den Zentren der Städte Avignon, Toulouse und Bordeaux.
Die «Gelbwesten» fordern mehr soziale Gerechtigkeit. Vergangene Woche hatten sich nach Angaben des Innenministeriums landesweit gut 40.000 Menschen an den Protesten beteiligt.










