Der Bundesschatzmeister der FDP, Harald Christ, will sein Amt nach anderthalb Jahren wieder abgeben.
Harald Christ
Harald Christ - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Ex-Sozialdemokrat will sich mehr um sein Unternehmen kümmern.

Christ wolle sich künftig wieder mehr um sein Unternehmen und seine Stiftung kümmern, sagte FDP-Chef Christian Lindner am Montag nach den Gremiensitzungen seiner Partei. Als Nachfolger habe er den Bundestagsabgeordneten und langjährigen Schatzmeister der baden-württembergischen FDP, Michael Link, vorgeschlagen, sagte Lindner. Link soll auf dem Bundesparteitag Ende April gewählt werden.

Christ hatte erst im September 2020 auf Lindners Vorschlag den Posten des FDP-Schatzmeisters übernommen. Die Personalie hatte für Aufsehen gesorgt, das langjährige SPD-Mitglied Christ war erst Ende 2019 zu den Liberalen gewechselt. Als Grund für den Parteiübertritt hatte Christ damals einen «Linksruck» der SPD unter den Vorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans genannt.

Lindner dankte Christ am Montag für seine Arbeit und hob hervor, dass dieser «mit grossem Erfolg» für eine gute finanzielle Aufstellung der Partei vor der Bundestagswahl 2021 gesorgt habe. «Die FDP steht heute finanziell so solide da wie niemals zuvor in ihrer Geschichte», sagte Lindner.

Das Amt des Bundesschatzmeisters sei aber «nichts, was man auf Dauer im Ehrenamt machen kann, wenn man nebenher noch ein Unternehmen und eine Stiftung hat», sagte Lindner mit Blick auf Christ. Zugleich zeigte er sich zuversichtlich, dass der designierte Schatzmeister Link dieses Amt zusätzlich zu seinem Bundestagsmandat gut werde ausfüllen können.

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