Europäisches Parlament will mehr Geld für Erasmus plus
Das Europäische Parlament will für das Austauschprogramm Erasmus plus mehr Geld. Die Debatte betrifft auch die Schweiz, die unter Vorbehalt der Zustimmung des Nationalrats ab 2027 am Programm teilnimmt.

Für die Jahre 2028 bis 2034 verlangt das Europäische Parlament ein Budget von 47,4 Milliarden Euro (rund 43,7 Milliarden Franken), wie es am Donnerstag mitteilte. Somit fordern die Abgeordneten gut sechs Milliarden Euro mehr, als die Europäische Kommission (40,8 Milliarden Euro) vorschlug. Das laufende Programm (2021-2027) hat ein Budget von 26 Milliarden Euro.
Das EU-Bildungsprogramm Erasmus plus ermöglicht etwa mit Stipendien Studierenden, für ein oder mehrere Semester im Ausland zu studieren. Auch unter anderem in der Jugendarbeit, der Erwachsenenbildung oder im Sport erleichtert es den Austausch. Gemäss Zahlen der Europäischen Kommission machten im Jahr 2024 knapp 1,5 Millionen Personen einen «Erasmus»-Austausch.
Das Europäische Parlament habe auch definiert, wie die Gelder eingesetzt werden sollen, hiess es weiter. Die Eckwerte hielt es in seiner Verhandlungsposition fest. Entlang dieser Position wird das Parlament mit dem Rat der Mitgliedstaaten, der bereits im Mai seinen Standpunkt festlegte, in Verhandlungen treten und einen Kompromiss finden müssen.
Die Ausgestaltung des Bildungsprogramms Erasmus plus ist auch für die Schweiz von Bedeutung, denn der Bundesrat strebt eine Assoziierung per 1. Januar 2027 an. Der Ständerat hat dafür in der Herbstsession einem Kredit von 193 Millionen Franken zugestimmt. Der Nationalrat wird sich voraussichtlich in der Wintersession mit dem Geschäft befassen.
Die Schweiz wird sich gemäss den Entwürfen aus Brüssel auch für die nächste Programmperiode 2028 bis 2034 an Erasmus plus assoziieren können. Die Höhe des Schweizer Beitrags für eine Teilnahme dürfte aufgrund des voraussichtlich höheren Budgets steigen.














