EU

EU-Kommission für Verbot von «Konversionstherapien»

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Belgien,

Die Europäische Kommission kritisiert Praktiken zur vermeintlichen Heilung von Homo- und Transsexualität scharf. Die Verantwortung für ein Verbot liege jedoch bei den Mitgliedsländern, heisst es.

LGBTQIA+ Konversionstherapien
Die EU-Kommission ist für ein Verbot von Konversionstherapien. - Keystone

Die Europäische Kommission will eine Empfehlung an EU-Mitgliedstaaten für ein Verbot von sogenannten Konversionsbehandlungen vorlegen. Damit reagierte die Brüsseler Behörde auf eine Europäische Bürgerinitiative mit mehr als 1,1 Millionen Unterstützerinnen und Unterstützern, die von der Kommission insbesondere ein EU-weites rechtsverbindliches Verbot von den Praktiken forderte. Diese zielen darauf ab, Menschen von ihrer sexuellen Orientierung, Geschlechtsidentität oder dem Geschlechtsausdruck abzubringen.

Die für Mitgliedstaaten nicht verbindliche Empfehlung will die Behörde im nächsten Jahr verabschieden. Die Verantwortung liege vor allem bei den Mitgliedstaaten, sagte die zuständige EU-Kommissarin für Gleichberechtigung Hadja Lahbib. Sie müssten den schädlichen Praktiken ein Ende setzen. Die Eingriffe beruhen laut Mitteilung der Kommission auf der falschen Vorstellung, dass LGBTIQ+-Menschen krank seien. Sie können demnach langfristige psychische und körperliche Schäden verursachen.

In Deutschland sind Praktiken zur vermeintlichen Heilung von Homo- und Transsexualität bei Kindern und Jugendlichen seit 2020 verboten. An Erwachsenen sind Massnahmen unter bestimmten Umständen erlaubt. Gesetzliche Verbote gibt es laut EU-Kommission in sieben weiteren EU-Ländern: Belgien, Griechenland, Spanien, Frankreich, Zypern, Malta und Portugal.

Die Kommission verwies auf einen Bericht der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte, demzufolge rund jede vierte LGBTIQ+-Person in der EU solche Praktiken erlebt hat. Die Betroffenen berichten von körperlicher und sexueller Gewalt, verbalen Misshandlungen und Demütigungen. Transpersonen seien besonders betroffen.

In der Schweiz sind Konversionstherapien in einigen Kantonen verboten. Die Eidgenössischen Räte lehnen im März 2024 ein schweizweites Verbot ab.

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Kommentare

User #1718 (nicht angemeldet)

Gibt es tatsächlich noch Naivlinge die denken Homosexuellität sei eine Krankheit die geheilt werden müsse? Da sollte eher ein Verbot für naives Denken und Handeln eingeführt werden!

User #5443 (nicht angemeldet)

Weitere Verbote.......und wann kommt da mal was positives?

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