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EU-Kommissarin will Schnellverfahren für Mutations-Impfstoff

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Deutschland,

EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides hat ein Schnellverfahren für die Anpassung bereits zugelassener Corona-Impfstoffe an Virus-Mutationen angekündigt.

Stella Kyriakides
Die EU-Gesundheitskommissarin, Stella Kyriakides, will bis Oktober drei neue Medikamente gegen Covid-19. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/AP/Olivier Hoslet

Das Wichtigste in Kürze

  • EU-Gesundheitskommissarin Kyriakides will das Verfahren für Corona-Impfstoffe überarbeiten
  • Damit sollen Anpassungen im Hinblick auf die Mutationen schneller geschehen.

EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides hat ein Schnellverfahren für die Anpassung bereits zugelassener Corona-Impfstoffe an Virus-Mutationen angekündigt.

«Wir haben nun entschieden, dass ein Impfstoff, der vom Hersteller auf der Basis des bisherigen Vakzins zur Bekämpfung neuer Mutationen nachgebessert wurde, nicht mehr den ganzen Zulassungsprozess durchlaufen muss», sagte Kyriakides der «Augsburger Allgemeinen».

Schneller geeignete Impfstoffe haben

«Es wird also schneller gehen, geeignete Impfstoffe verfügbar zu haben, ohne bei der Sicherheit Abstriche zu machen.»

Der Kommissarin zufolge sollen bis Ende September mindestens 700 Millionen Dosen für die doppelte Impfung zur Verfügung stehen. Das sei mehr als genug für 70 Prozent der EU-Bevölkerung. Bis Ende Juni stünden 300 Millionen Dosen der bislang drei zugelassenen Impfstoffe für mehr als ein Drittel der EU-Bürger bereit.

Coronavirus
Eine Frau bereitet eine Impfung gegen das Coronavirus vor. - Keystone

«Diese Zahl könnte sich sogar noch erhöhen, wenn der Impfstoff von Johnson&Johnson hinzukommt», sagte Kyriakides. Die europäische Impfstrategie sei ein Erfolg. Diese war in den vergangenen Wochen in die Kritik geraten, da Länder wie die USA, Grossbritannien und Israel deutlich schneller bei der Immunisierung ihrer Bevölkerung vorankommen.

Passende Medikamente werden erforscht

Die EU will nun die Zulassung von Medikamenten gegen Corona-Erkrankungen beschleunigen. «Parallel zum Impfstoff-Management treiben wir mit den Herstellern die Entwicklung von geeigneten Arzneimitteln voran», sagte Kyriakides. Sie könne aber keinen genauen Zeitpunkt sagen, wann genügend zur Verfügung stünden.

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