Erneut heftige russische Luftangriffe auf Kiew

Keystone-SDA
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Ukraine,

Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew erneut mit Raketen und Drohnen angegriffen.

ARCHIV - Ein Feuerwehrmann löscht das Feuer auf einem Marktplatz der Stadt, der von russischen Raketen während eines Luftangriffs getroffen wurde. Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpa
ARCHIV - Ein Feuerwehrmann löscht das Feuer auf einem Marktplatz der Stadt, der von russischen Raketen während eines Luftangriffs getroffen wurde. Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpa - Keystone/AP/Efrem Lukatsky

Im Zentrum der Dreimillionenstadt waren heftige Explosionen zu hören. Viele Einwohner suchten in der Nacht Zuflucht in U-Bahn-Stationen und Luftschutzkellern. Kurzzeitig kam es auch zu Stromausfällen. Bürgermeister Vitali Klitschko erklärte auf der Plattform Telegram, die Luftabwehr sei im Einsatz. Er sprach von mehreren Bränden, teils verursacht durch herabfallende Trümmerteile abgeschossener Raketen.

Angriffe mit Raketen und Drohnen wurden auch aus den Grossstädten Charkiw, Dnipro und Saporischschja gemeldet. Der ukrainischen Luftwaffe zufolge setzte Russland bei seinen Attacken auch ballistische Raketen ein.

Im westlichen Nachbarland Polen erklärte das Militär auf der Plattform X, angesichts der russischen Angriffe in der Ukraine sei die Luftabwehr in Alarmbereitschaft, es seien Militärflugzeuge aufgestiegen. In Polen kommt es bei grösseren Angriffen in der Ukraine immer wieder zur Alarmierung der Luftabwehr, manchmal steigen dabei auch Kampfjets von Nato-Partnern auf.

Russland hatte Kiew erst vor knapp zehn Tagen massiv mit ballistischen Raketen und Drohnen angegriffen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte seit Ende vergangener Woche vor einem weiteren massiven russischen Luftangriff. «Die Information des Geheimdienstes über einen möglichen massiven Angriff bleibt aktuell», sagte der Staatschef in einer Videobotschaft am Samstag. Er forderte die Ukrainer auf, Luftalarm nicht zu ignorieren.

Zwar sei die ukrainische Flugabwehr in Bereitschaft, erklärte Selenskyj. Jedoch räumte er ein, dass fehlender Nachschub westlicher Verbündeter für die Abwehr von ballistischen Raketen und Marschflugkörpern Probleme bereite.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion. Beide Kriegsparteien setzen dabei massiv Drohnen und Raketen gegen Ziele im Hinterland des Gegners ein.

Kommentare

User #4317 (nicht angemeldet)

P. sollte doch einsehen dass seine Zeit als Präsi abgelaufen ist. Warum wohl klammert er sich so an seine Macht ?

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