Ein Toter nach Selbstmordanschlag in Syrien
In Syrien hat ein Selbstmord-Attentäter in Aleppo nach Behördenangaben am Silvesterabend einen Angehörigen der Sicherheitskräfte getötet und drei weitere Menschen verletzt.

Der Attentäter habe sehr wahrscheinlich ideologische oder organisatorische Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS), sagte ein Sprecher des Innenministeriums im syrischen Staatsfernsehen. Offenbar habe er in eine von Christen bewohnte Gegend in Aleppo eindringen wollen. Ein Bekenntnis des IS oder einer anderen Gruppe zu dem Anschlag gab es zunächst nicht.
Der Sicherheitsbeamte sei auf den Täter im Zentrum von Aleppo aufmerksam geworden. Als er ihn durchsuchte, habe der Mann einen Sprengstoffgürtel detoniert. Ein Polizist und zwei andere Sicherheitskräfte seien verletzt worden, hiess es aus Geheimdienst-Kreisen.
Der Anschlag ereignete sich inmitten der weiterhin angespannten Lage in Syrien. Vergangene Woche wurden bei einem Anschlag in einer Moschee in Homs mehrere Menschen getötet und verletzt. Auch in vergangenen Monaten kam es in verschiedenen Teilen des Landes zu konfessionell motivierter Gewalt mit teils Hunderten Toten. In grossen Städten wie Damaskus und Aleppo wurden die Sicherheitsvorkehrungen zuletzt verstärkt.
In Syrien wurde vor gut einem Jahr Machthaber Baschar al-Assad gestürzt. Das Land ist weiterhin geplagt von Gewalt und Spannungen zwischen konfessionellen und ethnischen Gruppen.














