Dreyer ruft SPD zu Geschlossenheit nach Vorsitzendenwahl auf

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    Zum Ende der Mitgliederabstimmung über den SPD-Vorsitz am Samstag hat die kommissarische Vorsitzende Malu Dreyer ihre Partei zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Ergebnis aufgefordert.

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    Mau Dreyer - dpa/dpa/picture-alliance/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • SPD-Interimschefin: «Die Zeit des internen Wettbewerbs ist jetzt vorbei».

    Die «Zeit des internen Wettbewerbs» sei nun vorbei, sagte Dreyer der «Süddeutschen Zeitung» (Samstagsausgabe). «Die Entscheidungen sind demokratisch gefallen, das muss jeder akzeptieren.»

    Dreyer versuchte dem Eindruck einer Polarisierung entgegenzuwirken. «Wer unterlegen ist, bleibt ja trotzdem wichtig für uns in der SPD», sagte sie. «Und wir halten zusammen. Was wir nach aussen fordern, müssen wir nach innen leben: Solidarität.» Darauf solle nicht nur die neue Parteispitze achten, sondern alle, die in Verantwortung stünden.

    Die SPD verkündet am Samstagabend das Ergebnis der Stichwahl um die künftige Parteispitze. Rund 425.600 Parteimitglieder waren vom 19. bis zum 29. November aufgerufen, sich zwischen den beiden Bewerberduos Olaf Scholz und Klara Geywitz sowie Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans zu entscheiden.

    Gut 140.000 Sozialdemokraten hatten sich nach Parteiangaben für eine Online-Abstimmung angemeldet. Die anderen konnten per Brief teilnehmen.

    In der ersten Abstimmungsrunde hatten sich 22,68 Prozent der teilnehmenden Mitglieder für Scholz und Geywitz entschieden. 21,04 Prozent bevorzugten das Team Esken und Walter-Borjans, das sich im Gegensatz zu seinen Konkurrenten sehr kritisch zur grossen Koalition stellt. Formal gewählt wird die neue SPD-Spitze am kommenden Freitag auf dem Bundesparteitag in Berlin.

    Dreyer zog ein positives Fazit der bald sechs Monate langen Vorsitzsuche mit 23 Regionalkonferenzen und zweifacher Mitgliederbeteiligung. «Die SPD hat die Leidenschaft zurückgewonnen, das macht mich zuversichtlich», sagte sie der «Süddeutschen». Die Partei habe «diskutiert, hart gerungen und manchmal auch gestritten - um die richtigen Inhalte, die besten Konzepte und zuletzt um die neue Parteiführung».

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