Diplomat abgeschoben: Moskau wirft «antirussische Linie» vor

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    Baerbock pflege eine mit besonderem Zynismus aufgeladene «antirussische Linie». So der Vorwurf von Maria Sacharowa, nachdem Diplomaten kritisiert wurden.

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    Diplomat kritisiert. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Annalena Baerbock hat rund 40 russische Diplomaten zu «unerwünschten Personen» erklärt.
    • Das grenze an «Hass-Propaganda», meinte die Sprecherin des russischen Aussenministeriums.

    Nach der Ausweisung von Dutzenden russischen Diplomaten aus Deutschland hat Moskau Bundesaussenministerin Annalena Baerbock (Grüne) aufs Schärfste angegriffen. Baerbock pflege eine aufgeladene «aggressive antirussische Linie». Das sagte die Sprecherin des Aussenministeriums, Maria Sacharowa, in Moskau. Sie reagierte damit auf Baerbocks Entscheidung, Diplomaten zu «unerwünschten Personen» zu erklären.

    Russischer Diplomat in Baerbocks Kritik

    Insgesamt sollen 40 in Deutschland tätige Russen ausreisen – «ohne irgendwelche vernünftigen Gründe», wie Sacharowa meinte. Das sei ein beispielloses Vorgehen mit dem Ziel, einen «ganzen Komplex der bilateralen Beziehungen zu zerstören». Baerbock hatte den Diplomaten folgendes vorgeworfen: «Hier in Deutschland jeden Tag gegen unsere Freiheit, gegen den Zusammenhalt unserer Gesellschaft» gearbeitet zu haben.

    «Hass-Propaganda»

    Das grenze an «Hass-Propaganda», meinte Sacharowa. Sie kündigte eine spürbare Reaktion auf den konfrontativen Schritt an. Es handele sich um einen Schlag gegen «unsere Verbindungen mit Deutschland».

    Die zerstörerischen Folgen lägen allein in der Verantwortung der deutschen Seite, betonte Sacharowa. Berlin habe einmal mehr seinen unfreundlichen Kurs offen gezeigt.

    Sacharowa warf Baerbock «russophobe Hysterie» vor. Die Ministerin habe sich zu der Linie entschieden vor dem Hintergrund der Situation in der Kiewer Vorstadt Butscha. Sacharowa wies erneut zurück, dass russische Soldaten dort wehrlose und teils gefesselte Zivilisten getötet hätten.

    Die Ukraine wirft Russland ein Massaker an Zivilisten sowie Kriegsverbrechen vor. Auch andere EU-Staaten wiesen als Reaktion darauf russische Diplomaten aus. Russland hatte den Angriffskrieg gegen die Ukraine am 24. Februar begonnen.

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