Bund startet neues Kooperationsprogramm für Kosovo
Der Bund hat ein neues Kooperationsprogramm für Kosovo lanciert. Das mit 64,5 Millionen Franken ausgestattete Vorhaben soll die demokratische Regierungsführung, die wirtschaftliche Entwicklung und die «chancengerechte menschliche Entwicklung» fördern.

Das Programm läuft bis 2029 und knüpft an die Zusammenarbeit vom Zeitraum 2022 bis 2025 an, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten am Montag mitteilte. An der Umsetzung beteiligt sind demnach die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza), die Abteilung Frieden und Menschenrechte sowie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco).
Die bisherige Kooperation hat laut der Mitteilung zu verbesserten Dienstleistungen für über 740'000 Menschen geführt. «Mit dem neuen Programm bauen wir auf dieser Entwicklung auf und investieren weiter in die Stabilität, die Sicherheit und die nachhaltige Entwicklung eines Landes, mit dem uns gegenseitige Interessen verbinden», liess sich Deza-Direktorin Patricia Danzi zitieren.
Die schweizerische Zusammenarbeit mit dem Westbalkan verfolge das Ziel, Frieden, Stabilität und Wohlstand zu fördern und die Länder auf ihrem Weg zur europäischen Integration zu unterstützen. Dafür sei die Normalisierung der Beziehung zwischen Kosovo und Serbien von entscheidender Bedeutung. Die Schweiz unterstützt die von der Europäischen Union geführten Bemühungen.
Die Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Kosovo begann 1998, damals in Form von humanitärer Hilfe. Seit 2008 pflegen die beiden Länder diplomatische Beziehungen, seit 2010 besteht eine Migrationspartnerschaft. Rund 160'000 Menschen zählen zur kosovarischen Diaspora in der Schweiz.










