Regierung

    Breites Bündnis: Neue Regierung muss Kinderarmut effektiv bekämpfen

    AFP
    AFP

    Deutschland,

    Ein breites Bündnis aus Sozialverbänden, Gewerkschaften und gesellschaftlichen Initiativen fordert von der neuen Bundesregierung ein entschlossenes Vorgehen gegen Kinderarmut.

    Kita
    Dass sie ein Kind «dumm» nannte, erreiche nicht die strafrechtliche relevante Schwelle für den Tatbestand der Beschimpfung. (Symbolbild) - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Forderung nach Aufnahme konkreter Massnahmen in Koalitionsvertrag.

    Das Thema müsse eine «zentrale Rolle in den Koalitionsverhandlungen spielen», heisst es in einem am Dienstag veröffentlichten Aufruf. Die neue Regierung müsse «Kinderarmut endlich effektiv bekämpfen und konkrete Massnahmen im Koalitionsvertrag festhalten».

    Dazu zählen den Unterzeichnern zufolge eine grundlegende Reform der Leistungen für Kinder, Jugendliche und ihre Familien, ausserdem die Sicherstellung sozialer Infrastruktur sowie ihre umfassende Beteiligung. Ebenso brauchten Kinder und Jugendliche «eine intensive Begleitung zurück in ihren Kita- und Schulalltag und psycho-soziale Unterstützung bei der Bewältigung der Auswirkungen der Pandemie».

    Die Bekämpfung der Armut von Kindern und Jugendlichen «erfährt in der Bevölkerung sowie parteiübergreifend breite Zustimmung», heisst es in der gemeinsamen Erklärung weiter. Armut sei kein Versagen von Einzelnen. «Arme Familien haben nicht selbst Schuld an ihrer Lage, sondern ihre Situation ist die Folge von gesellschaftlichem Ausschluss.»

    Bund, Länder und Kommunen müssen ein Gesamtkonzept vorlegen, wie kommunale Infrastruktur für Kinder und Jugendliche bedarfsgerecht gestaltet und finanziert werden könne, so die Forderung. Dazu gehörten «bezahlbare Wohnungen, qualitativ hochwertige und armutssensible Angebote der Bildung, Betreuung, Erziehung und Begleitung, eine bedarfsorientierte, integrierte Schul-, Gesundheits-, Sozial- und Jugendhilfeplanung, die Absicherung von Mobilität für alle und eine gute gesundheitliche Versorgung».

    Die Grundsicherungsleistungen müssten so ermittelt werden, dass ein auskömmliches kindliches Existenzminimum gesichert sei. Es gehe darum, «Teilhabe für jene Kinder und Jugendlichen ermöglichen, deren Eltern sie nicht gewährleisten können».

    Die Unterzeichner fordern weiter, Angebote und Leistungen zur Unterstützung armer Kinder, Jugendlicher und Familien müssten «niedrigschwellig zur Verfügung stehen und leicht in Anspruch genommen werden können». Finanzielle Leistungen sollten unbürokratisch und möglichst automatisch ausbezahlt werden.

    Der Aufruf trägt die Überschrift: «Vier Jahre Zeit, um Kinderarmut endgültig zu beseitigen!» Unterzeichnet wurde er von rund 60 Verbände, Gewerkschaften, zivilgesellschaftlichen Organisationen sowie Einzelpersonen.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Ora Sleep
    38 Interaktionen
    SRF greift ein
    Proteste
    32 Interaktionen
    Auch bald in Zürich

    MEHR IN POLITIK

    hebron
    1 Interaktionen
    Ramallah/Berlin
    3 Interaktionen
    Paris
    2 Interaktionen
    Warschau

    MEHR REGIERUNG

    Remo Oser
    Baselbiet
    2 Interaktionen
    Basel
    1 Interaktionen
    Basel
    Klappt es diesmal?

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    a
    3 Interaktionen
    Vor Klassiker
    Schlafstörungen
    11 Interaktionen
    Deutliche Zunahme
    waffen
    12 Interaktionen
    Remscheid/Wuppertal