Bombenanschlag im Westen Kolumbiens fordert mehrere Tote

Keystone-SDA
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Kolumbien,

Gut einen Monat vor der Präsidentenwahl in Kolumbien sind bei einem Bombenanschlag Behördenangaben zufolge mindestens sieben Zivilisten getötet worden. «Es gibt keine Worte, die ausreichen, um den Schmerz zu beschreiben, den wir heute empfinden», teilte der Gouverneur von Cauca, Octavio Guzmán, über die Plattform X mit.

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In Kolumbien ist es zu einem Bombenanschlag gekommen. (Symbolbild) - keystone

Der Angriff ereignete sich Guzmán zufolge im Ort Cajibío im Südwesten Kolumbiens. Medienberichten zufolge fiel ein Sprengstoffzylinder auf einen Kleinbus und explodierte. Auf vom Gouverneur auf X geteilten Bildern waren erhebliche Schäden an mehreren Fahrzeugen zu sehen. Mehr als 20 Menschen seien schwer verletzt worden, schrieb Guzmán. Der Gouverneur sprach von einer «Tragödie», warnte vor einer «terroristischen Eskalation» und forderte entschlossene Massnahmen der Regierung.

Die Zeitung «El Tiempo» berichtete unter Berufung auf Augenzeugen, bewaffnete Männer hätten zuvor Fahrzeuge auf der Strasse gestoppt und blockiert. Offizielle Angaben zu möglichen Verdächtigen gab es von den Ermittlungsbehörden zunächst nicht.

Präsident Gustavo Petro sprach in Zusammenhang mit dem Vorfall von Terrorismus. Die Täter bezeichnete er als «Terroristen, Faschisten und Drogenhändler» und machte Dissidenten der früheren Farc-Guerilla verantwortlich, die das Friedensabkommen von 2016 nicht anerkannt haben.

Der Anschlag trifft Kolumbien in einer angespannten Sicherheitslage wenige Wochen vor der Präsidentenwahl am 31. Mai. Bereits am Freitag gab es eine Serie koordinierter Angriffe im Westen des Landes. Nach übereinstimmenden Berichten explodierte in der touristischen Stadt Cali ein Fahrzeug nahe einer Militärbasis, während es in der benachbarten Stadt Palmira zu weiteren Detonationen in der Nähe einer militärischen Einrichtung kam. Todesopfer wurden nicht gemeldet.

Die Behörden machen auch dafür Dissidenten der früheren Farc-Guerilla verantwortlich. Die Gruppen zählen weiterhin zu den wichtigsten Akteuren der Gewalt in der Region. Die Sicherheitslage ist eines der zentralen Themen im Wahlkampf.

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