Ein hitziges U-Boot-Geschäft führte bei Frankreich zu Empörung gegen die USA. Die Staatsoberhäupter besprechen den Streit in Rom.
US-Präsident Biden mit Frankreichs Präsident Macron
US-Präsident Biden mit Frankreichs Präsident Macron - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • US-Präsident Joe Biden & Frankreichs Staatsoberhaupt Emmanuel Macron treffen sich in Rom.
  • Es geht um die Schlichtung eines Streits wegen eines milliardenschweren U-Boot-Geschäfts.

US-Präsident Joe Biden und der französische Staatschef Emmanuel Macron am Freitag in Rom. Sie wollen den Streit um ein U-Boot-Geschäft mit Australien schlichten.

Das Gespräch findet am Tag vor dem Beginn des G20-Gipfels statt, wie Bidens Nationaler Sicherheitsberater Jake Sullivan am Dienstag ankündigte. Biden wird am Freitag zudem den italienischen Regierungschef Mario Draghi treffen und von Papst Franziskus zu einer Audienz empfangen.

Die USA, Grossbritannien und Australien hatten Mitte September ein indopazifisches Bündnis namens Aukus angekündigt. Dabei soll es um den Bau von Atom-U-Booten für Australien gehen.

Australien liess die Geschäfte mit Frankreich platzen

Dass Australien daraufhin ein lange geplantes milliardenschweres U-Boot-Geschäft mit Frankreich platzen liess, sorgte für empörte Reaktionen der französischen Regierung. Paris zog zwischenzeitlich sogar seine Botschafter aus Washington und Canberra ab. Auch die EU und EU-Staaten wie Deutschland reagierten mit Kritik an dem Vorgehen der US-Regierung.

Biden und Macron haben in den vergangenen Wochen zwei Mal miteinander telefoniert, der US-Präsident versuchte dabei, die Wogen zu glätten. Die Staatschefs vereinbarten unter anderem «vertiefte Konsultationen» beider Länder und ein Treffen Ende Oktober. Biden erkannte auch die «Bedeutung» eines stärkeren europäischen Verteidigungssystems an - ein Frankreich sehr wichtiges Anliegen.

Biden reist am Donnerstag nach Italien. Er nimmt am Samstag und Sonntag in Rom am G20-Gipfel teil, bevor er zur Klimakonferenz COP26 ins schottische Glasgow fliegt.

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