«Beispiellos»: Londons Polizei im Grosseinsatz zu Mega-Demos

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Grossbritannien,

Zwei Demonstrationen mit Zehntausenden erwarteten Teilnehmern und ein Pokalfinalspiel erfordern in der britischen Hauptstadt heute einen Grosseinsatz der Polizei. Ein hochrangiger Beamter der Metropolitan Police sprach laut «Guardian» von einem beispiellosen Einsatz, der bis zu 4,5 Millionen Britische Pfund (etwa 5,16 Millionen Euro) kosten könne. Nach einer Mitteilung der Londoner Polizei sollen 4.000 Polizistinnen und Polizisten, Pferde, Hunde, Drohnen und Hubschrauber aufgeboten werden, um Ausschreitungen und Zusammenstösse zu verhindern.

Propalästinensische Demonstration in London. Foto: Thomas Krych/AP/dpa
Propalästinensische Demonstration in London. Foto: Thomas Krych/AP/dpa - Keystone/AP/Thomas Krych

Scotland Yard rechnet dem «Guardian» zufolge mit 50.000 Menschen bei der Demo «Unite the Kingdom» des rechtsextremen Aktivisten Tommy Robinson. Weitere 15.000 bis 40.000 werden bei einer propalästinensischen Kundgebung zum Nakba-Tag erwartet. Zudem pilgern Zehntausende Fussballfans zum Finale des FA-Cups im Wembley-Stadion zwischen den Premier-League-Clubs FC Chelsea und Manchester City.

Eine erste Auflage des «Unite the Kingdom»-Marschs, der in diesem Jahr vom Londoner West End zum Platz vor dem Parlament führt, hatte im vergangenen September mehr als 100.000 Menschen angezogen. Dabei war es zu Angriffen auf die Polizei gekommen. Gut zwei Dutzend Beamte wurden verletzt.

Justizminister David Lammy warf den Organisatoren der «Unite the Kingdom»-Demo in einem Post auf dem Kurznachrichtendienst X vor, Hass und Spaltung zu verbreiten. Sollte es zu Gewalt kommen, werde man rasch handeln. An den Gerichten stünden dafür zusätzliche Kapazitäten bereit, schrieb er.

Die rechte Kundgebung fällt in diesem Jahr zusammen mit der propalästinensischen Demo zum Nakba-Tag, an dem an die Vertreibung von Palästinensern infolge der Staatsgründung Israels 1948 erinnert wird. Dazu versammelten sich Teilnehmer im Stadtteil Kensington. Verhindert werden soll, dass die beiden Seiten aufeinandertreffen.

Kommentare

User #2722 (nicht angemeldet)

Gewisse Sachen sollten komplett eliminiert werden

User #3303 (nicht angemeldet)

Gibt es heute auch Pro Palästina-Demos in Zürich, Basel sowie Genf?

Weiterlesen

Swatch Zürich
31 Interaktionen
Bahnhofstrasse
Grosseltern
218 Interaktionen
Familien am Limit

MEHR IN POLITIK

17 Interaktionen
Moskau
2 Interaktionen
Rom
6 Interaktionen
Tel Aviv

MEHR AUS GROSSBRITANNIEN

David Beckham
11 Interaktionen
Neue Liste zeigt
23 Interaktionen
London
6 Interaktionen
Cambridge
Prinz Harry
129 Interaktionen
Wachsende Distanz