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Äthiopische Luftwaffe fliegt erneut Angriffe in Konfliktregion Tigray

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Äthiopien,

Die äthiopische Armee hat erneut Luftangriffe auf die Krisenregion Tigray im Norden des Landes geflogen.

Kriegsgerät in der Krisenregion Tigray
Kriegsgerät in der Krisenregion Tigray - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Ziele waren laut Regierung Einrichtungen der TPLF .

Ziel eines ersten Angriffs am Sonntag waren nach Angaben einer Regierungssprecherin ein Ausbildungszentrum und ein Kommandoposten der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) in Mai Tsebri im Westen der Region. Bei einem weiteren Angriff sei eine Einrichtung zur Herstellung «militärischer Ausrüstung» in der Stadt Adua zerstört worden.

Es handelt sich bereits um den siebten und achten Luftangriff auf Tigray seit Beginn der Woche. Über mögliche Opfer wurde zunächst nichts bekannt und von der TPLF gab es keine Reaktion. In der Vergangenheit hatte sie Angriffe der Regierungstruppen wiederholt als Beweis dafür angeführt, dass Addis Abeba den Tod von Zivilisten billigend in Kauf nehme.

Seit Montag waren weitere Luftangriffe auf Ziele unter anderem in Mekele gemeldet worden. Bei einem Angriff am Freitag wurden elf Zivilisten verletzt. Die UNO setzte wegen des Bombardements ihre zwei Mal pro Woche stattfindenden Flüge für humanitäres Personal vorerst aus.

Die Vereinten Nationen und westliche Regierungen äusserten sich beunruhigt über die Lage in Nordäthiopien. Das US-Aussenministerium übte scharfe Kritik an der «anhaltenden Eskalation der Gewalt».

Der weitgehende Zusammenbruch der Telekommunikation in Nordäthiopien sowie ein eingeschränkter Zugang für Journalisten zu den Krisenregionen erschweren die unabhängige Überprüfung von Informationen zur Lage vor Ort. Sicher ist hingegen, dass die humanitäre Lage in Tigray verheerend ist.

Äthiopische Regierungstruppen hatten im November 2020 die in Tigray regierende TPLF angegriffen, nach Regierungsangaben als Reaktion auf Attacken der TPLF auf Armeestellungen. Fast zwei Millionen Menschen wurden seitdem vertrieben. Es gibt zahlreiche Berichte über Gräueltaten, darunter Massaker und Massenvergewaltigungen.

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