Die Afghanistan-Friedenskonferenz, die am Samstag in Istanbul beginnen sollte, ist auf die Zeit nach dem Ende des Fastenmonats Ramadan verschoben worden.
Griechischer Aussenminister in der Türkei
Nikos Dendias (l), Aussenminister von Griechenland, und Mevlüt Cavusoglu, Aussenminister der Türkei, sprechen bei einer Pressekonferenz zu den Journalisten. - dpa

Die Afghanistan-Friedenskonferenz, die am Samstag in Istanbul beginnen sollte, ist auf die Zeit nach dem Ende des Fastenmonats Ramadan verschoben worden. Zur Begründung sagte der türkische Aussenminister Mevlüt Cavusoglu am Dienstagabend im Sender Habertürk, es bestehe Unklarheit über die Teilnahme. Der Ramadan endet Mitte Mai.

Die Taliban hatten zuletzt ihre Teilnahme vor einem vollständigen Abzug internationaler Truppen aus Afghanistan ausgeschlossen. Die USA hatten vergangene Woche den Abzug ihrer Truppen bis zum 11. September angekündigt. Er soll am 1. Mai beginnen, dem ursprünglich anvisierten Tag des Abschlusses des Abzugs.

Die US-initiierte Afghanistan-Konferenz in der Türkei sollte den afghanischen Friedensprozess beschleunigen. In den vergangenen Tagen und Wochen hatte es zahlreiche Konsultationen von Vertretern der USA, der Türkei, der Vereinten Nationen, der afghanischen Regierung und der Taliban gegeben, um die für ursprünglich mehrere Tage geplante Konferenz vorzubereiten und die Positionen der Konfliktparteien einander anzunähern. Die Konferenz war bereits zuvor von Mitte auf Ende April verschoben worden.

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