Anhaltender Starkregen liess in acht der zehn Bundesstaaten des Landes die Flüsse über die Ufer steigen.
Überschwemmungen im Südsudan
Überschwemmungen im Südsudan - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Die UN warnt nach den heftigen Überschwemmungen vor Hungersnöten.
  • Preise für Lebensmittel waren zuletzt stark angestiegen.

Im Südsudan leiden nach UN-Angaben mehr als 600'000 Menschen unter den Folgen heftiger Überschwemmungen. Anhaltender Starkregen liess in acht der zehn Bundesstaaten des Landes die Flüsse über die Ufer steigen, wie das Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Hilfe (Ocha) am Donnerstag mitteilte. Tausende Menschen mussten demnach ihr Wohnungen verlassen.

«Schulen, Häuser, Gesundheitseinrichtungen und Wasserquellen sind überflutet, was den Zugang der Menschen zur Grundversorgung beeinträchtigt», erklärte Ocha. Rettungskräfte versuchten demnach, mit Kanus und Booten Menschen zu erreichen, die von der Umwelt abgeschnitten waren.

Hungersnöte drohen

Das UN-Büro warnte vor Hungersnöten, die in zwei Dritteln der betroffenen Gebiete drohten. Die Preise für Lebensmittel waren zuletzt stark angestiegen. Hinzu kommt die ohnehin angespannte Lage im Südsudan, wo gewaltsame Konflikte in manchen Landesteilen bereits zuvor zehntausende Menschen in die Flucht getrieben hatten.

Ocha hatte im September vor einem Mangel an Hilfsgütern für den Südsudan gewarnt. Von den von der internationalen Gemeinschaft zugesagten 1,4 Milliarden Euro für UN-Programme in dem Land sei nur etwas mehr als die Hälfte eingezahlt worden. Auch das Welternährungsprogramm klagte, dass Nahrungsmittelhilfen für 100'000 Vertriebene in Südsudan nicht geleistet werden könnten.

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