Lindt senkt Preise in der Schweiz um bis zu 20 Prozent
Lindt, der Schoggi-Riese aus Kilchberg, dreht die Preisschraube zurück – noch 2026 sollen Konsumenten bis zu 20 Prozent sparen.

Lindt & Sprüngli senkt noch in diesem Jahr die Preise für ausgewählte Produkte in der Schweiz.
Betroffen sind laut der «Finanz und Wirtschaft» unter anderem Connaisseurs-Pralinés, Kirschstängeli und der Lindt-Teddy.
Die Preisanpassungen sollen bis zu 20 Prozent betragen. Auch bei diversen Tafelschokoladen sind Reduktionen vorgesehen.
Jahrelange Teuerung als Vorgeschichte von Lindt
In den vergangenen Jahren hatte der Konzern aus Kilchberg die Preise wiederholt angehoben, berichtet die «Finanz und Wirtschaft». Die Schokolade im Supermarktregal in den letzten drei bis vier Jahren ist um rund ein Drittel teurer geworden.
«Swissinfo.ch» berichtet, dass Lindt den Betriebsgewinn 2025 trotz sinkender Verkaufsvolumen um 9,8 Prozent steigerte. Die Preiserhöhungen kompensierten dabei die gestiegenen Kakaokosten mehr als vollständig.
Die Folgen der Teuerung für den Absatz waren jedoch deutlich spürbar, schreibt die «Finanz und Wirtschaft». Das weltweite Verkaufsvolumen brach um 6,6 Prozent ein, in Deutschland sogar um mehr als 15 Prozent.
Goldhasen als Symbol des Absatzeinbruchs
Im Ostergeschäft 2026 wurde das Ausmass des Problems besonders sichtbar. Wie das «Handelsblatt» schreibt, wurden Schoko-Osterhasen auffallend häufig zu Aktionspreisen weit unter dem Normalpreis angeboten.

Lindt-Chef Adalbert Lechner hatte noch im März erklärt, es sei für Preissenkungen «noch zu früh». Offenbar hat das schwache Ostergeschäft den Konzern zum Umdenken bewogen, berichtet die «Finanz und Wirtschaft».
Das «Handelsblatt» berichtet, dass Lindt bereits zuvor in Deutschland die Preise von 2,69 auf 2,19 Euro je 100-Gramm-Tafel reduziert hatte. Die Senkungen auf dem Schweizer Markt folgen nun als nächster Schritt.








