Vier Kampfjet-Typen stehen in der Endauswahl. Bundesrätin Viola Amherd soll sich bereits entschieden haben – sie bevorzugt den Tarnkappenbomber F-35.
viola amherd
Zum ersten Mal neben einem F/A-18-Kampfjet: Verteidigungsminister Viola Amherd liess sich bei einem Besuch auf dem Flughafen Payerne die Luftraumüberwachung während des Gipfeltreffens in Genf erklären. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Bundesrätin Viola Amherd soll sich für einen neuen Kampfjet entschieden haben.
  • Es soll der Tarnkappenbomber F-35 aus den USA werden.
  • Der F-35 ist der modernste Jet, der sich unter den vier Favoriten befindet.

«Der tödlichste Kampfjet der Welt» – damit wirbt der US-Hersteller Lockheed Martin für seinen Trankappenbomber F-35. Und genau dieser soll die Endauswahl für den neuen Schweizer Kampfjet gewonnen haben. Dies berichtet unter anderem die SRF-TV-Sendung «Rundschau» am Montag unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen.

Die F-35 habe zwischen den vier Modellen in der Endauswahl das beste Preis-Leistungs-Verhältnis ausgewiesen. Es ist der modernste Jet. Zu den neusten Technologien gehört auch eine spezielle Fähigkeit. Die F-35 kann sich auf feindlichen Radar-Systemen quasi unsichtbar machen.

Fällt der definitive Entscheid am Mittwoch?

Daneben hat die F-35 aber auch einige Nachteile: Die Wartung ist aufwändig und kostspielig. Durch ihren Bau braucht sie länger, um die nötige Flughöhe zu erreichen. Die Treffsicherheit der Boardkanone sei schlecht, gilt sogar als «Kinderkrankheit», wie die Zeitung schreibt.

Ob sich die F-35 wirklich gegen die Rafale, den Eurofighter oder die Super Hornet durchsetzen kann, zeigt sich am Mittwoch. Wegen Meinungsverschiedenheiten, sowohl im Bundesrat, als auch in den Departementen, könnte sich der Entscheid bis zum 30. Juni verzögern.

Die Gruppe Schweiz ohne Armee (GSoA) hielt am Montag in einer ersten Reaktion auf Twitter fest, falls der Bundesrat dem Antrag zum Kauf des F-35 folgen würde, werde die GSoA eine Initiative gegen den F-35 lancieren.

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