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Migros: Tierschützer reichen Beschwerde gegen Werbung ein

Keystone-SDA
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Bern,

Eine Allianz aus Tierschutzorganisationen kritisiert eine Werbung der Migros: Die Aussage «Immer aktuell: Tierwohl» beschönige die Realität.

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Die Migros soll den Verkauf von pflanzlichen Produkten fördern: «Das wäre nämlich wirklich tierfreundlich», heisst es in der Beschwerde von «Werbemist». - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Tierschutzorganisationen kritisiert eine Migros-Werbung.
  • Die Behauptung «Immer aktuell: Tierwohl» sei «zynisch».
  • Die Migros wies die Vorwürfe zurück – Tierwohl sei für die Migros ein klarer Auftrag.

Das Team von «Werbemist» plant in den nächsten Tagen eine Beschwerde bei der Schweizerischen Lauterkeitskommission (SLK). Das heisst es am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Hinter «Werbemist» stehen verschiedene Tierschutzorganisationen: «Animal Rights Switzerland», «Sentience», die «Stiftung für das Tier im Recht (TIR)» und «Tier im Fokus (TIF)». Die «Sonntags-Zeitung» hatte zuerst darüber berichtet.

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Die Behauptung «Immer aktuell: Tierwohl» aus der Migros-Werbekampagne sei angesichts der gravierenden Tierschutzprobleme der Tierwirtschaft «zynisch». Die Organisationen verwiesen auf schmerzhafte Brustbeinbrüche bei Legehennen oder die CO2-Betäubung von Schweinen, die zu Erstickungspanik führe.

Migros weist die Vorwürfe zurück

Trotzdem kann der Detailhandel-Riese die Labels «Tierwohl» oder «tierfreundlich» zu Werbezwecken verwenden. Denn diese Begriffe seien rechtlich nicht geschützt, so «Werbemist». In der Beschwerde gab die Tierschutzallianz an, der Migros deswegen «Welfare Washing» vorzuwerfen.

Die Migros wies die Vorwürfe zurück. Tierwohl sei für den Detailhändler ein klarer Auftrag, teilte eine Sprecherin auf Anfrage von Keystone-SDA mit. Man überprüfe Standards laufend und setze Verbesserungen um.

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Die Migros weist die Vorwürfe zurück. - keystone

Klar sei aber auch, dass sich Herausforderungen in der Tierhaltung «nur gemeinsam mit Landwirtschaft, Forschung und Behörden» angehen liessen.

Gemäss «Sonntags-Zeitung» fokussiert sich die Migros seit 2023 stärker auf eine Tiefpreisstrategie. Nachhaltigkeitsberichte seien von der Webseite entfernt worden. Zudem habe das Unternehmen sein Ziel, bei Importfleisch die gleichen Mindeststandards wie bei Schweizer Fleisch zu garantieren, mittlerweile aufgegeben.

Damit lasse sich die Kritik auf einen strategischen Kurswechsel der Migros unter der neuen Leitung zurückführen.

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Kommentare

User #1493 (nicht angemeldet)

Übrigens habe ich zu erwähnen vergessen: habe gerade eine Fliege erschlagen. Hoffe ich werde nicht angezeigt

User #2468 (nicht angemeldet)

Viele Konsumenten, kaufen in Deutschland ein, weil es ihnen hier zu teuer ist. Ob die Kontrollen dort besser sind , bezweifle ich. Man will möglichst günstige Lebensmittel , was unsere Detailhändler unter Preisdruck setzt. Fünfer und Weggli gibts nicht.

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