Spitalumfrage zählt 120 Opfer von Rassismus auf einer Abteilung

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Genève,

Einer Umfrage zufolge sind über 120 Mitarbeitende der Abteilung für Rehabilitation und Geriatrie im Genfer Universitätsspital Opfer von Rassismus geworden. Nun will die Klinik das Meldesystem und die Nachverfolgung verbessern.

Im nächsten Jahr wird die Personalumfrage von der Rehabilitations- und Geriatrieabteilung auf alle Genfer Universitätsspitäler ausgeweitet. (Archivbild)
Im nächsten Jahr wird die Personalumfrage von der Rehabilitations- und Geriatrieabteilung auf alle Genfer Universitätsspitäler ausgeweitet. (Archivbild) - KEYSTONE/MARTIAL TREZZINI

Auf die Umfrage haben 487 Personen geantwortet – das ist rund ein Drittel des Personals der Abteilung für Rehabilitation und Geriatrie (DHG). Von ihnen gaben 26,5 Prozent an, im beruflichen Umfeld Rassismus erlebt zu haben.

Mit 45 Prozent liegt dieser Anteil bei Personen mit Migrationshintergrund höher, bei Personen ohne Migrationshintergrund unter 20 Prozent. In diesem Jahr soll die Studie auf die gesamte Einrichtung ausgeweitet werden.

Nach den ersten Meldungen kündigte die Einrichtung im vergangenen Jahr zwei Strafanzeigen an. Gegen zwei Personen wurden Disziplinarmassnahmen verhängt. Es wurden Schulungsworkshops für 680 Mitarbeitende ins Leben gerufen.

Nach Beschwerde einer DRG-Pflegekraft läuft ein Gerichtsverfahren. Ihr wurde eine Stelle auf einer anderen Abteilung angeboten.

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