Verbandspräsident: Uhrenbranche vor Cocktail aus Herausforderungen
Die Uhrenbranche sieht sich einem «Cocktail aus Herausforderungen und geopolitischen Faktoren» ausgesetzt. Das sagte Yves Bugmann, Präsident des Verbands der Schweizerischen Uhrenindustrie (FH), und nannte im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP als Themen, welche die Uhrenhersteller beschäftigten, den Iran-Krieg, die US-Zölle, den starken Schweizer Franken sowie die hohen Goldpreise.

So sei etwa die Waffenruhe im Iran zwar ein Schritt in die richtige Richtung, aber die grosse Erleichterung sei damit nicht eingetreten, sagte Bugmann am Dienstag an der Genfer Uhrenmesse «Watches and Wonders». Während der lokale Konsum wahrscheinlich nicht allzu stark betroffen sein dürfte, spiele vor allem der Tourismus eine grosse Rolle. Und es dürfte wohl einige Zeit brauchen, bis sich das wieder einspielt – trotz Waffenruhe. Auch müsse sich erst zeigen, ob die Waffenruhe hält oder nicht.
Die Schweizer Uhrenexportzahlen vom März werden nächste Woche publiziert. «Da wird man wahrscheinlich dann den Effekt auf die Region Naher Osten sehen», sagte Bugmann. Wie stark, sei schwierig einzuschätzen.
Rund 10 Prozent der Uhrenexporte gehen dem Verbandspräsidenten zufolge in den Nahen Osten. Dubai ist der achtstärkste Markt für die Schweizer, Saudi-Arabien ist auf Platz 15 und Katar auf 21.
Die Frankenstärke bleibt indes ein grosses Problem für die hiesigen Zeitmesser-Exporteure, bekräftigte Bugmann frühere Aussagen. Der Goldpreis sei derweil wieder etwas zurückgekommen, aber immer noch relativ hoch. Derweil sei die Uhrenindustrie angesichts all dieser zahlreichen Herausforderungen «doch resilient».
Stärker würden dagegen hauptsächlich die Zulieferer leiden. Jetzt würden diese jedoch noch von der Kurzarbeit profitieren.
An der «Watches and Wonders», die am Dienstag gestartet ist, habe er indes schon einige interessante Neuigkeiten und Designs gesehen, sagte Bugmann weiter. Ausserdem verwies der Präsident auf neue Aussteller. «Das finde ich beachtlich, dass der Salon immer noch weiter wächst.»










