Karin Keller-Sutter

    So will Karin Keller-Sutter die SVP besiegen

    Philipp Kobel
    Philipp Kobel

    Bern,

    Am 17. Mai geht es an der Urne um unser Verhältnis zur EU. Karin Keller-Sutter warnt vor der SVP-Begrenzungsinitiative und lanciert die Gegenkampagne.

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    Bundesrätin Karin Keller-Sutter spricht im Nau.ch-Interview über die Begrenzungsinitiative der SVP. - Nau.ch

    Das Wichtigste in Kürze

    • Am 17. Mai entscheidet die Schweiz über die SVP-Begrenzungsinitiative.
    • Karin Keller-Sutter ist entschieden dagegen und lanciert die Kampagne des Bundesrates.

    Nach den Abstimmungen ist vor den Abstimmungen. Selten hat dieses Sprichwort besser gepasst als aktuell. Zwei Tage nach dem letzten Urnengang, blickt Bundesrätin Karin Keller-Suter (FDP) schon wieder an die Urne. Am 17. Mai geht es um die SVP-Begrenzungsinitiative.

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    Bundesrätin Karin Keller-Sutter spricht im Medienzentrum des Bundeshauses. - keystone

    Das rasche Handeln der Magistratin unterstreicht die Relevanz des Themas. Für den Bundesrat steht viel auf dem Spiel. «KKS», wie Keller-Sutter gerne genannt wird, vergleicht eine Annahme der Initiative mit dem Schweizer Brexit. «Mit der verlangten Kündigung der Personenfreizügigkeit würden automatisch alle Bilateralen I wegfallen.»

    Keller-Sutter geht sogar noch einen Schritt weiter. Bei einem Ja im Frühling sieht sie auch andere Abkommen, wie beispielsweise Schengen-Dublin, in Gefahr.

    SVP gegen den Rest

    Der Bundesrat kann auf die Unterstützung aller Parteien zählen – mit Ausnahme der SVP. Logisch, denn die Initiative für eine massvolle Zuwanderung kommt aus der Küche der Sünnelipartei.

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    Albert Rösti und die SVP reichen 2018 die Unterschriften für die Begrenzungsinitiative ein. - Keystone

    Diese fühlt sich immer noch betrogen. Der Volkswille im Nachgang der 2014 angenommenen Masseneinwanderungsinitative sei immer noch nicht umgesetzt. Mit der neuen Initiative soll diese Scharte ausgewetzt werden.

    Keller-Sutter lanciert den Abstimmungskampf an der Seite von Benedikt Würth. Der Präsident der Konferenz der Kantonsregierungen schlägt in die gleiche Kerbe wie KKS. «Die Rechtsfolgen bei einer Annahme wären wesentlich drastischer, als bei der Masseneinwanderungsinitiative.» Als Regierungsmitglied eines Grenzkantons fügt er an, dass die KMU auf Fachkräfte aus dem nahen Ausland angewiesen seien.

    Mobilisieren und informieren

    Um ein zweites Waterloo nach dem 9. Februar 2014 (Annahme Masseneinwanderungsinitiative) zu erleben, müsse die Mobilisierung besser funktionieren. «Die Allianz der Kräfte hat damals nicht funktioniert», sagt Keller-Sutter.

    Der Bundesrat wird allerdings nicht mit speziellen Massnahmen für ein Ja weibeln. «Wir haben einen Informationsauftrag.» Keller-Sutter selber plant verschiedene Auftritte in der Deutsch-, aber auch der französischen Schweiz.

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