Simonetta Sommaruga

    Simonetta Sommaruga startet Steuer-Offensive für Sonnenenergie

    Mit steuerlichen Anreizen will Simonetta Sommaruga Solaranlagen attraktiver machen. Auch das Verfahren für Wasser- und Windkraftanlagen soll vereinfacht werden.

    Die Medienkonferenz mit Bundesrätin Simonetta Sommaruga.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Investitionen in Solaranlagen sollen auch bei Neubauten von den Steuern abgezogen werden.
    • Die Bewilligungen für Wind- und Wasserkraftanlagen sollen schneller erteilt werden.
    • Diese Vorschläge des Bundesrates befinden sich nun in der Vernehmlassung.

    Der Bundesrat will den Ausbau der erneuerbaren Energien vorantreiben. Dafür schlägt er ein vereinfachtes Verfahren für Wasserkraft- und Windenergieanlagen sowie finanzielle Anreize für vor Photovoltaik-Anlagen vor. Darüber informierte Energieministerin Simonetta Sommaruga an einer Medienkonferenz.

    Simonetta Sommaruga
    Bundesrätin Simonetta Sommaruga bei einem Besuch einer Windenergieanlage in Senegal. - Keystone

    Für eine sichere Stromversorgung aus erneuerbaren Energien müssten so rasch wie möglich die Kapazitäten ausgebaut werden, so Sommaruga. «Mir ist bewusst: Keiner dieser Schritte ist die Lösung.» Die Bevölkerung erwarte jedoch Antworten von der Politik, insbesondere bei der Stromversorgung.

    Mehr Fotovoltaik auf Schweizer Dächern

    «Auf Dächern und an Fassaden von Gebäuden gibt es grosses Potenzial, das brachliegt», schreibt die Landesregierung in einer Mitteilung. Um dies zu ändern, sollen Investitionen in Solaranlagen auch bei Neubauten steuerlich abzugsfähig sein. Dies ist aktuell nur bei Sanierungen der Fall.

    Solarenergie Silizium
    Silizium-Solarzellen auf dem Mont Soleil im Jura. - Keystone

    Zudem sollen Solaranlagen nur noch einer Meldepflicht unterliegen und nur in von den Kantonen definierten Schutzzonen eine Bewilligung benötigen.

    Bei grossen Wasser- oder Windkraftanlagen können aktuell bis zu 20 Jahre zwischen Projektierungsbeginn und Realisierung vergehen: Das koste viel Geld, so Sommaruga. Jede Etappe könne einzeln bis vor Bundesgericht angefochten werden. Künftig soll das nicht mehr möglich sein.

    Vereinfachung der Bewilligung für grosse Anlagen

    Einerseits soll ein gebündeltes kantonales Genehmigungsverfahren für bedeutende Anlagen umgesetzt werden. Dort sollen Bau-, Gewässerschutz- und Rodung-Bewilligungen erteilt werden.

    windpark
    Windpark auf dem Mont-Crosin im Berner Jura. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/VALENTIN FLAURAUD

    Andererseits sollen die Beschwerdemöglichkeiten eingeschränkt werden. Zwar sollen Naturschutz- und Umweltschutzorganisationen immer noch Einwände melden können: Aber alle Rechtsfragen sollen in einem Mal bis vor Bundesgericht gebracht werden können. «Es gibt keine Abstriche beim Natur- und Umweltschutz», so die Umweltministerin.

    Die Vorlage, die der Bundesrat an seiner Sitzung am Mittwoch ausgearbeitet hat, wurde in die Vernehmlassung geschickt. Das Verfahren endet am 23. Mai 2022.

    Die FDP Schweiz hat sich schon zu Wort gemeldet. Sie wolle am Vernehmlassungsverfahren konstruktiv mitwirken, schreibt sie in einer Mitteilung. Die Freisinnigen unterstützen die Vorschläge des Bundesrats weitgehend.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    «Arena» CO2-Gesetz Simonetta Sommaruga
    1'258 Interaktionen
    CO2-«Arena»
    Simonetta Sommaruga
    168 Interaktionen
    Energiewende
    140 Interaktionen
    Raschere Bewilligung

    MEHR SIMONETTA SOMMARUGA

    Simonetta Sommaruga
    7 Interaktionen
    Frühjahr
    2 Interaktionen
    Gemeinde
    Swisscom Verwaltungsrat
    137 Interaktionen
    Aus Krise

    MEHR AUS STADT BERN

    frau schreibt Prüfung
    1 Interaktionen
    Bern
    fcz
    16 Interaktionen
    Tätlichkeit gegen YB
    Feuerpferde Tobias Sennhauser
    16 Interaktionen
    «Keine Feuerpferde»
    Tatjana Rothenbühler, Direktorin GastroBern.
    GastroBern-Direktorin