SGV-Chef Regazzi nicht unbedingt gegen Lohnerhöhungen

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Der Präsident des Schweizerischen Gewerbeverbandes (SGV) ist nicht gegen die geforderten Lohnerhöhungen. Jedoch müsse das von Fall zu Fall beurteilt werden.

    Fabio Regazzi
    Fabio Regazzi ist Präsident des Schweizerischen Gewerbeverbandes. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Schweizerische Gewerkschaftsbund fordert höhere Löhne für Arbeitnehmer.
    • Gewerbeverbandschef Fabio Regazzi stimmt dem teilweise zu.
    • Jedoch müsse auch der Staat Anstrengungen unternehmen.

    Der Präsident des Schweizerischen Gewerbeverbandes, Fabio Regazzi, ist nicht gegen die von den Gewerkschaften geforderten Lohnerhöhungen, um die Inflation auszugleichen. Doch das müsse von Fall zu Fall entschieden werden.

    «Es gibt Branchen, die über die Mittel verfügen, eine Lohnerhöhung mitzutragen, und die dies zweifellos auf der Grundlage der Sozialpartnerschaft tun werden. Andere Branchen, die sich in Schwierigkeiten befinden, haben einfach nicht die Mittel dazu», sagte Regazzi in einem Interview, das am Freitag in der «Tribune de Genève« und »24 Heures» veröffentlicht wurde.

    Dazu gehörten vor allem Wirtschaftssektoren, die stark von der Coronakrise betroffen worden seien oder die sich «wegen des Ukraine-Kriegs in einer Phase der Unsicherheit befinden».

    Auch Staat muss «Anstrengung unternehmen»

    Angesichts der Forderungen des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds Anfang August nach «dringenden und notwendigen Lohnerhöhungen» räumte Regazzi eine wichtige Rolle der Unternehmen beim Ausgleich der Inflation von 3,4 Prozent ein. «Aber sie können nicht ständig die Feuerwehr spielen und die Löhne ins Unendliche erhöhen».

    Auch der Staat müsse «eine Anstrengung unternehmen» und den «steuerlichen Hebel» ansetzen, meint der Nationalrat (Mitte/TI). Auch weitere andere Lösungswege verdienten es, erforscht zu werden.

    Regazzis Meinung nach müssten die Hilfen jedoch vor allem auf die Mittelschicht abzielen. «Sie leidet am meisten, weil sie weder über das Vermögen der wohlhabenden Klassen verfügt noch die Unterstützung für die schwächeren Klassen erhält».

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