Schweizer Armee

    Schweizer Armee schickt Elitesoldaten nach Tel Aviv

    Antun Boskovic
    Antun Boskovic

    Israel,

    Die Schweiz erhöht das Sicherheitsdispositiv für die Botschaft in Tel Aviv. Elitesoldaten der Schweizer Armee sollen das Botschaftspersonal beschützen.

    Schweizer Armee Elitesoldaten
    Elitesoldaten des Aufklärungsdetachements 10. - Screenshot SRF

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Schweiz hat sowohl im Iran als auch in Israel Botschaftspersonal.
    • Nach den jüngsten Entwicklungen wurden Elitesoldaten nach Tel Aviv geschickt.
    • Dort sollen sie dem Botschaftspersonal Schutz gewährleisten.

    Die Eskalation im Nahen Osten und die gegenseitigen Angriffe von Israel und dem Iran haben auch Auswirkungen auf Schweizer. Denn in beiden Ländern hat die Schweiz Botschaftspersonal stationiert.

    Einerseits in der iranischen Hauptstadt Teheran, andererseits in der israelischen Stadt Tel Aviv. Beide Städte waren zuletzt Ziele von Luftangriffen.

    So liegt etwa die Vertretung der Schweiz im Iran im Norden Teherans. Das ist der Stadtteil, wo etwa auch hohe Militär- und Sicherheitsbeamte des iranischen Regimes leben. Diese wiederum sind unter anderem Ziel der israelischen Angriffe.

    Elitesoldaten der Schweizer Armee sollen Botschaftspersonal schützen

    Ähnlich gefährlich gelegen ist die Schweizer Botschaft in Tel Aviv, das zu den bevorzugten Zielen iranischer Raketenangriffe gehört.

    Deswegen erhöht die Schweiz nun das Sicherheitsdispositiv für das Botschaftspersonal vor Ort, wie die «CH Media»-Zeitungen berichten.

    Demnach hat die Schweizer Armee gestern Elitesoldaten des Aufklärungsdetachements 10 nach Tel Aviv entsandt. Mit ihrem Wissen und Kontakten zur israelischen Armee sollen die Elitesoldaten der Schweizer Armee den Schutz des Botschaftspersonals gewährleisten.

    Gerade die Schweizer Botschaft in Teheran spielt in dem Konflikt zwischen Israel und dem Iran eine wichtige Rolle. Denn sie fungiert als Schutzmacht der USA im Iran.

    Dabei wickelt sie alle konsularischen Angelegenheiten der USA im Iran ab. Dazu gehören etwa der konsularische Schutz von US-Bürgern oder Passanträge. Sie dient aber auch als Kommunikationskanal zwischen den USA und dem Iran.

    Keine Evakuation der Botschaften geplant

    Deswegen wurde die Schweizer Botschafterin im Iran, Nadine Olivieri Lozano, am ersten Tag der israelischen Angriffe ins iranische Aussenministerium zitiert. Dies hat Aussenminister Ignazio Cassis am Freitag erklärt.

    Verfolgst du den Konflikt zwischen Israel und Iran?

    Sie habe dort laut «CH Media» «eine an die USA gerichtete Botschaft» entgegengenommen. «Aus Gründen der Vertraulichkeit» mache das Aussendepartement EDA keine weiteren Angaben zu ihren Aktivitäten im Schutzmacht-Mandat.

    Das EDA hält zudem fest, dass vorerst keine Evakuation der Botschaften in Teheran und Tel Aviv vorgesehen sind. Sämtliche Schweizer Vertretungen im Ausland verfügten über Sicherheits- und Krisendispositive. Diese würde man aber nicht bekannt geben.

    Die Schweizer Botschaft in Teheran sei aktuell zwar geschlossen. Doch sie nehme alle ihre üblichen diplomatischen Aufgaben wahr.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #4238 (nicht angemeldet)

    Was bitte haben Schweizer Soldaten in Israel verloren!!!??????

    User #4230 (nicht angemeldet)

    Die können auch nix machen gegen die iranischen Raketen

    Weiterlesen

    grg
    1'065 Interaktionen
    Auch US-Schläge?
    Iran Israel
    1'058 Interaktionen
    Luftalarm ausgelöst
    36 Interaktionen
    Israel und Palästina

    MEHR IN POLITIK

    Unkontrollierte Vermehrung
    Russland
    1 Interaktionen
    Strassburg

    MEHR SCHWEIZER ARMEE

    Ramallah
    Gerhard Andrey
    116 Interaktionen
    Armee und Ukraine
    westjordanland
    Tel Aviv
    Ejal Zamir
    14 Interaktionen
    Tel Aviv

    MEHR AUS ISRAEL

    11 Interaktionen
    Tel Aviv
    Izchak Herzog
    6 Interaktionen
    Tel Aviv
    israel Wahlen
    57 Interaktionen
    Stimmen ausgezählt