Mercosur

Räte erhöhen mit Mercosur-Abkommen Mittel für Amazonas-Projekte

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Bern,

Im Zusammenhang mit dem Mercosur-Freihandelsabkommen will das Parlament die Mittel für Projekte für den Schutz des Amazonas-Gebiets erhöhen. Der Ständerat hat sich am Donnerstag oppositionslos einem Beschluss des Nationalrates angeschlossen. Die letzte Differenz ist damit ausgeräumt.

Amazonas
Die Luftaufnahme zeigt ein abgeholztes Gebiet in Brasilien mit einer rot lackierten Metallkonstruktion, die dazu dient, den Druck aufrechtzuerhalten und den Gasfluss im Amazonas-Regenwald zu regulieren. - keystone

Konkret verlangen die Räte vom Bundesrat, in der Strategie für Internationale Zusammenarbeit (IZA) für die Jahre 2029 bis 2032 besonders im Amazonasgebiet «wirksame Programme» für die Bekämpfung der Entwaldung vorzusehen. Ebenso sollen nachhaltige Wertschöpfungsketten gefördert werden.

Bestehende Programme sollen je nach Wirksamkeit und Bedarf aufgestockt oder durch gleichwertige Programme ersetzt werden. Dafür wollen beide Kammern 25 Millionen Franken einsetzen. Tiana Angelina Moser (GLP/ZH) betonte, dass diese Gelder als zusätzliche Mittel zur IZA-Botschaft zu verstehen seien.

Bereits zuvor geeinigt hatten sich die Räte auf eine finanzielle Stützung der Landwirtschaft in Höhe von 517 Millionen Franken. Diese für Investitionskredite und Absatzförderung vorgesehenen Mittel sollen Auswirkungen des Freihandels mit den Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay abfedern.

Unterzeichnet wurde das Abkommen vor einem Jahr in Rio de Janeiro. Für gegen 98 Prozent der Schweizer Ausfuhren soll es Zollerleichterungen bringen. Die Schweiz gewährt den Mercosur-Staaten 25 bilaterale Importkontingente für Agrarprodukte, darunter Fleisch und Wein.

Die meisten Kontingente sind beschränkt, und die Schweiz kann sie autonom bewirtschaften. Gerechnet wird laut der Botschaft ans Parlament mit Zoll-Einsparungen in Höhe von rund 155 Millionen Franken im Jahr.

Damit ist das Freihandelsabkommen mit Mercosur bereit für die Schlussabstimmungen. Die Allianz gegen Regenwald-Abholzung kündigte bereits ein Referendum an. Das Freihandelsabkommen sei ohne griffige Massnahmen gegen Regenwald-Abholzung und Zwangsarbeit beschlossen worden, schrieb sie. Damit setze das Abkommen falsche Anreize.

Kommentare

Weiterlesen

Kita
77 Interaktionen
Sessionen
Unfall Baustelle Zürich
Nach Unfall in Zürich

MEHR MERCOSUR

Mercosur Freihandelsabkommen Landwirtschaft
16 Interaktionen
Mercosur
10 Interaktionen
Kompromiss
a
155 Interaktionen
Ritter droht
Mercosur Wirtschaft Export
7 Interaktionen
Bern

MEHR AUS STADT BERN

Kanton Bern
1 Interaktionen
Kanton Bern
Berner Jura
Uni Bern
Für KI