Pro-Schweiz-Mitgliederversammlung wirbt für Neutralitätsinitiative

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Bern,

    Mehrere hundert Mitglieder der Vereinigung Pro Schweiz haben sich am Samstag in Bern getroffen. Geworben wurde für die Neutralitätsinitiative und gewarnt vor starkem Bevölkerungswachstum. Einen Auftritt hatte auch alt Bundesrat Christoph Blocher.

    Walter Wobmann, alt Nationalrat und Vizepräsident von Pro Schweiz, wirbt an der Mitgliederversammlung für die Neutralitätsinitiative.
    Walter Wobmann, alt Nationalrat und Vizepräsident von Pro Schweiz, wirbt an der Mitgliederversammlung für die Neutralitätsinitiative. - Keystone/ANTHONY ANEX

    In seiner Rede erinnerte Blocher an die aus seiner Sicht historische Bedeutung der integralen – deutsch: vollumfänglichen – Neutralität. Nur so habe die Schweiz Kriege vermeiden können: mit militärischer Abschreckungsfähigkeit. Der langjährige SVP-Spitzenpolitiker plädierte einmal mehr für die immerwährende, bewaffnete Neutralität.

    Für die Schweiz müsse die Devise lauten: Mit der ganzen Welt freundschaftlich und offen verkehren, global wirtschaftlich tätig sein, aber die Gestaltung des eigenen Landes nicht aus den Händen geben. Selbstbestimmt handeln, mahnte Blocher.

    Zum Auftakt der Mitgliederversammlung hatte Pro-Schweiz-Präsident Stephan Rietiker die rund 800 Anwesenden vor einer schleichenden Aushöhlung der Unabhängigkeit durch internationale Verflechtungen gewarnt. Die Neutralität bleibe ein unverzichtbarer Pfeiler des Schweizer Staatsprinzips. Er rief die Mitglieder dazu auf, Pro Schweiz als starke Stimme für Souveränität, Neutralität und direkte Demokratie weiter auszubauen.

    Der frühere Solothurner SVP-Nationalrat Walter Wobmann erläuterte die Kernanliegen der Neutralitätsinitiative. Nur eine konsequente, integrale Neutralität sichere die Glaubwürdigkeit der Schweiz und ihre Rolle als Vermittlerin, argumentierte er.

    Die Übernahme einseitiger, nicht-militärischer Zwangsmassnahmen oder Sanktionen – wie 2022 gegenüber Russland – habe der Glaubwürdigkeit der Schweiz geschadet und zeige die Notwendigkeit einer klaren verfassungsrechtlichen Regelung.

    Der frühere Berner SVP-Nationalrat Adrian Amstutz warnte vor den Folgen des starken Bevölkerungswachstums seit 2000, das zu steigenden Kosten, wachsender Belastung der Infrastruktur und zunehmender Bürokratie geführt habe. Er kritisierte die mangelnde Umsetzung von Volksentscheiden sowie eine schrittweise Annäherung an die EU und die Nato.

    Die rechtsnationale Vereinigung Pro Schweiz ist die Nachfolgeorganisation der Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz (Auns).

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #4350 (nicht angemeldet)

    der Blocher Familien Verein lebt im Mittelalter.

    User #3559 (nicht angemeldet)

    Die schweiz ist viel besser dran als EU, trotz massiven verschlechterungen seit den irren EU verträgen. Wieso sollten wir uns einem haufen von verlierer-staaten, entwicklungsländern und nicht gewöhlten Brüssel Leuten unterwerfen? Ist nicht im interesse der CH. Lasst sie untergehen und die CH bewahren.

    Weiterlesen

    Halloween
    242 Interaktionen
    Nur andere «Bräuche»
    Unter Zürich wird der Platz knapp. - Amt für Städtebau Stadt Zürich
    37 Interaktionen
    «Verdichtung»

    MEHR AUS STADT BERN

    YB
    7 Interaktionen
    Am Sonntag
    Werner Salzmann Bundesrat Schnegg
    13 Interaktionen
    SVP-Salzmann
    Event-Highlights Kanton Bern
    1 Interaktionen
    Zibelemärit und mehr
    SCB SCL Biel
    1 Interaktionen
    Biel bodigt Kloten