AHV

    Philosoph warnt: Generation AHV diktiert jetzt, wos lang geht

    Kaspar Schwarzenbach
    Kaspar Schwarzenbach

    Zürich,

    Vornehmlich ältere Stimmbürger haben die 13. AHV-Rente angenommen. Dieser Generationenkonflikt werde sich künftig zuspitzen, erklärt Philosoph Ludwig Hasler.

    13. AHV-Rente Generationenkonflikt Generationengraben
    Am 3. März hat die Schweizer Stimmbevölkerung die 13. AHV-Rente deutlich angenommen: Vornehmlich ältere Stimmbürgerinnen und Stimmbürger legten ein «Ja» in die Urne. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ältere haben für die 13. AHV-Rente gestimmt: Ein Symptom, erklärt Philosoph Ludwig Hasler.
    • Dieses Resultat sei auch auf einen sich zuspitzenden Generationenkonflikt zurückzuführen.
    • Denn die Entfremdung zwischen Jung und Alt führe zu egoistischem Abstimmungsverhalten.

    Gestern hat die Schweizer Stimmbevölkerung entschieden: Ab Januar 2026 sollen Rentnerinnen und Rentner hierzulande eine zusätzliche Monatsrente erhalten. Die Stimmberechtigten haben die Volksinitiative mit 58,24 Prozent Ja-Stimmen-Anteil angenommen.

    Der Blick auf die demografischen Eigenschaften der Befürworterinnen und Befürworter fördert Bemerkenswertes zutage: Zwar ist ein deutlicher Rösti-Graben zwischen der deutschsprachigen Schweiz und der italienischsprachigen und französischsprachigen Schweiz zu erkennen. Die Trennlinie zwischen «Ja» und «Nein» verläuft für einmal aber nicht entlang der klassischen Geschlechter- oder Stadt-Land-Gräben.

    Ältere verhelfen 13. AHV-Rente zum Durchbruch

    Tatsächlich haben vor allem über 65-Jährige und Personen mit niedrigem Einkommen ein «Ja» in die Urne gelegt. Wie «Tamedia» berichtet, nahmen 78 Prozent der Senioren (ab 65 Jahre) die 13. AHV-Rente an.

    Philosoph und Publizist Ludwig Hasler sieht hinter diesem Phänomen auch eine Zuspitzung des Generationenkonfliktes, wie er gegenüber der «NZZ» erklärt.

    13. AHV-Rente Generationenkonflikt Generationengraben
    Ludwig Hasler ist ein Schweizer Philosoph und Publizist: Er beobachtet eine Zuspitzung des Generationenkonfliktes. (Archivbild) - keystone

    Der 79-Jährige ist überzeugt, dass dieses Resultat auch ein Ausdruck des gegenwärtigen Zeitgeistes sei: «Jede Gruppe schaut, dass sie für sich möglichst viel herausholen kann. Es wird quer durch alle Branchen gejammert.»

    Zunehmend egoistisches Abstimmungsverhalten

    Die Älteren und Jüngeren Generationen hätten immer weniger gemeinsam: Die Jungen würden den Alten vorwerfen, den Planet zerstört zu haben, erklärt er. Die Alten wiederum würden den Jungen vorwerfen, dass sie für den geschaffenen Wohlstand zu wenig Dankbarkeit zeigten.

    Unter den älteren Menschen verbreite sich deshalb das Gefühl, nicht mehr verstanden zu werden. Stattdessen werde man «nur noch zurechtgewiesen», erklärt der 79-Jährige. Nach dem Motto: «Okay, Boomer, mische dich nicht ein!» Dies fördere aber einen gewissen Altersegoismus – und damit auch ein egoistisches Abstimmungsverhalten.

    Hasler führt aus, dass manch ein Senior sich gesagt haben werde: «Wenn ihr schon ganz anders sein wollt, dann greifen wir ab, was wir noch können.» Direkten Dialog zwischen den Generationen habe er hingegen fast gänzlich vermisst – in diesem Abstimmungskampf und darüber hinaus.

    Immer mehr Ältere – Konflikt spitzt sich zu

    Während der Corona-Pandemie habe sich nämlich gezeigt, dass sich die Gewichte der Generationen verschoben haben. «Plötzlich waren wir Alten die Privilegierten, obwohl wir unser Leben schon im Trockenen haben. Um uns zu schützen, sperrte man die Jugendlichen praktisch ein.»

    Freuen Sie sich über das Abstimmungsresultat über die 13. AHV-Rente und die Renteninitiative?

    Der Philosoph ist sicher, dass sich dieser Generationenkonflikt künftig weiter zuspitzen werde. Tatsächlich sei er erstaunt, dass dies nicht längst passiert sei: Denn die alte Generation werde immer grösser und mächtiger. In Zukunft dürfte es in Abstimmungen also zunehmend schwieriger werden, diese Wählergruppe zu überstimmen.

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    Kommentare

    User #3531 (nicht angemeldet)

    Die 23 Zehnte AHV Wurde Abgestimmt dank Böni Schneider eine Gute ID war das Ich sage was der Bauer will ist Egal oder die das nicht wollen Die Leben gut Sie Beliefern Die Gross Händler Leben von den Stadt Menschen also was soll das ?????

    User #5144 (nicht angemeldet)

    10% weniger Subventionen für die Landwirtschaft und 10% weniger für nutzloses Zeug der Armee und gut ist

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