Parlament will HPV-Impfungen stärker vorantreiben
Das Parlament verlangt vom Bundesrat Massnahmen gegen durch Humane Papillomaviren (HPV) verursachte Krebserkrankungen. Der Ständerat hat am Montag als Zweitrat einer entsprechenden Motion zugestimmt.

Die kleine Kammer fällte ihren Entscheid ohne Gegenantrag. Der Bundesrat war mit dem Auftrag einverstanden. Er muss sich nun an die Umsetzung der Motion machen.
Im Durchschnitt erkranke in der Schweiz mehr als eine Person pro Tag an HPV-bedingtem Krebs, macht Motionär Christian Lohr (Mitte/TG) geltend. Alle drei Tage sterbe jemand daran. Die Durchimpfungsraten seien in der Schweiz gemessen an den Zielen unbefriedigend.
Humane Papillomaviren sind sexuell übertragbar. Es existiert eine Impfung dagegen. Nach Angaben des Bundesamts für Gesundheit (BAG) infizieren sich geschätzt siebzig bis achtzig Prozent der sexuell aktiven Frauen und Männer im Laufe ihres Lebens mit HPV. Die Erreger können Krebs oder Genitalwarzen verursachen.










