Schweiz gibt Notreserven für Tierfutter frei
Tierfutter wird knapp: Die Schweiz muss an ihre Notreserven ran. Schuld ist das Niedrigwasser auf Rhein und Donau, das wichtige Importe ausbremst.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Schweiz gibt Notreserven für Tierfutter frei, weil wegen Niedrigwasser Importe fehlen.
- Bis Ende Februar 2027 dürfen höchstens 20 Prozent der Reserven genutzt werden.
- Andere wichtige Güter sind derzeit weiterhin ausreichend vorhanden.
Die Schweiz greift auf ihre Notreserven für Tierfutter zurück. Wegen der Trockenheit und des Niedrigwassers auf wichtigen Flüssen können nicht mehr genügend Protein-Futtermittel importiert werden.
Der Delegierte für wirtschaftliche Landesversorgung, Roland Pfister, bewilligte die Freigabe, wie die Wirtschaftliche Landesversorgung (WL) am Montag mitteilte.

Der Grund für den Engpass liegt bei den Transportwegen in die Schweiz. Auf dem Weltmarkt seien genügend Proteinträger erhältlich. Wegen des Niedrigwassers auf den zentralen Schifffahrtsrouten Rhein und Donau stocken jedoch die Importe.
Bis spätestens Ende Februar 2027 dürfen maximal 20 Prozent der Gesamtmenge entnommen werden. Sollte sich die Versorgungslage weiter zuspitzen, könnte Departementschef Guy Parmelin per Verordnung die gesamten Pflichtlager freigeben.
Die Versorgung der Schweiz mit anderen lebenswichtigen Gütern sei derzeit sichergestellt.








