Neuer Verfassungsartikel zur Neutralität wird öffentlich debattiert

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Die Ständeratsvorlage zur «dauerhaften Neutralität» wird nun öffentlich diskutiert, die Herbstsession verschiebt die Behandlung der Initiative und ihres Gegenvorschlags.

    Neutralitätsinitiative
    Neutralitätsinitiative will bewaffnete Neutralität und Sanktionenverbot in die Verfassung aufnehmen. (Archivbild) - keystone

    Die vom Ständerat vorgeschlagene Verankerung der «dauerhaften, bewaffneten Neutralität» in der Bundesverfassung ist umstritten. Bevor das Geschäft in den Nationalrat kommt, stellt es die federführende Kommission öffentlich zur Diskussion. Damit wird die Volksinitiative «Wahrung der schweizerischen Neutralität (Neutralitätsinitiative)» beziehungsweise deren direkter Gegenvorschlag nicht wie geplant in der im September beginnenden Herbstsession behandelt.

    Stattdessen hat die Aussenpolitische Kommission des Nationalrats (APK-N) das Geschäft in eine Vernehmlassung geschickt, wie die Parlamentsdienste am Dienstag mitteilten. Der Entscheid fiel demnach nach langer Diskussion.

    Die Neutralitätsinitiative von Pro Schweiz und SVP-Exponenten verlangt, sowohl die immerwährende, bewaffnete Neutralität als auch ein weitgehendes Verbot von Sanktionen in die Verfassung zu schreiben.

    Gegenvorschläge und Ablehnungen

    Der Ständerat hatte in der Sommersession beschlossen, der Volksinitiative einen direkten Gegenentwurf gegenüberzustellen. Die Sicherheitspolitische Kommission des Nationalrats (SIK-N) hingegen lehnte die vorgeschlagene Verankerung der «dauerhaften, bewaffneten Neutralität» in der Bundesverfassung knapp ab. Der Bundesrat lehnt die Initiative ab und will auch keinen Gegenvorschlag dazu.

    In der APK-N lagen gemäss Mitteilung verschiedene Anträge auf direkte Gegenentwürfe sowie auf Ergänzungen oder Änderungen am Gegenentwurf des Ständerats vor. Aufgrund dieser Ausgangslage habe sie letztlich entschieden, zum direkten Gegenentwurf des Ständerats die Vernehmlassung zu lancieren.

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    Kommentare

    User #3977 (nicht angemeldet)

    Wieder zu Neutralität finden , es ist der Weg der über alle Kreisen am besten wäre . Neutralität ist wichtig auch im Friedenszeiten , die Krise jetzt ist bald zu ende und leider die Schweiz hat sehr viel verloren . Wenn mann Neutral ist , aber Wirklich Neutral im wirklichem Bedeutung , hatte man keine Feinde und brächte man nicht 50 Milliarden an Militär oder wie manche voll Verrückte die Atombombe fordern . Die Schweiz hat bisher keine Feinde weil die Neutral mehr oder weniger geblieben ist .

    User #9965 (nicht angemeldet)

    Unsere Neutralität hat uns 200 Jahre vor den kriegerischen Greueln in Europa bewahrt. Es gibt daher keinen, absolut keinen Grund unsere Neutralität infrage zu stellen. In Europa geht aktuell das längste Zeitfenster ohne Kriege der letzten 1‘000 Jahren zu Ende. Auch die nächsten Kriege, die Europa heimsuchen werden, dürfen weiterhin ohne die Schweiz stattfinden … Dank unserer hoffentlich bald in Stein gemeisselten Neutralität.

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