Menschenrechtsaktivist wird Aufruf zu Gewalt vorgeworfen
Er engagierte sich vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte erfolgreich gegen Rassismus und Diskriminierung, nun muss sich ein 52-jähriger Schweizer mit kenianischen Wurzeln seit Freitag in Bern vor Gericht wegen Aufrufs zu Gewalt verantworten.

«Die Juden von den Nazis zu befreien – Tausende Deutsche getötet – das war richtig – mach jetzt das Richtige – um die Palästinenser von den Zionisten zu befreien», postete der Beschuldigte Anfang 2024 mit Blick auf den jüngsten Nahostkonflikt in den Sozialen Medien.
Die Staatsanwaltschaft sieht darin eine Aufforderung zu Verbrechen oder Gewalttätigkeiten. Sie fordert vom erstinstanzlichen Regionalgericht in Bern-Mittelland eine Verurteilung des Beschuldigten zu einer bedingten Geldstrafe.
Vor Gericht betonte der Mann am Freitag, ihm sei es um Israel und dessen Regierung gegangen, nicht um jüdische Mitmenschen überall auf der Welt. Er habe keinen Antisemitismus verbreiten wollen. Das Gericht wird voraussichtlich am Mittag das Urteil bekannt geben.










