Mit Fairtrade-Valentinstagsblumen Frauenrechte stärken
“Frauen stellen die Mehrheit der rund 500‘000 Beschäftigten im ostafrikanischen Blumensektor, der die Schweiz insbesondere zum Valentinstag beliefert“, sagt Melanie Dürr, Leiterin Internationale Zusammenarbeit bei Fairtrade Max Havelaar. Und weiter führt sie aus: „Zu diesem Feiertag der Liebe sollten wir den Blick auf die Arbeitsbedingungen dieser Frauen richten, die die Blumen anbauen, und Initiativen unterstützen, die sich für eine Stärkung ihrer Rechte einsetzen. Denn heute sind viele Arbeiterinnen systematisch von Diskriminierung, sexueller Belästigung oder mangelndem Arbeitsschutz betroffen. Mit Fairtrade-Valentinsrosen kann man einen echten Beitrag zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen vor Ort schaffen.“

Auf ostafrikanischen Blumenfarmen arbeiten Hunderttausende Menschen, doch nur rund 15 Prozent von ihnen sind auf Fairtrade-zertifizierten Betrieben angestellt. Nur ein kleiner Teil der zum Valentinstag importierter Blumen sind entsprechend Fairtrade-zertifiziert. Im Blumensektor sind strukturelle Missstände weit verbreitet: sexuelle Belästigung, unzureichender Mutterschutz und eine starke Unterrepräsentation von Frauen in Führungspositionen stellen zentrale Herausforderungen dar.
Um diesen Problemen entgegenzuwirken, braucht es verbindliche Strukturen, die echte Verbesserungen ermöglichen. Fairtrade setzt dabei einen klaren Fokus auf die Förderung und den Schutz von Frauen. Die rund 65 Fairtrade-zertifizierten Blumenfarmen in Ostafrika beschäftigen etwa 75‘000 Mitarbeitende und unterliegen umfassenden Fairtrade-Standards. Diese legen feste Arbeitsverträge, geregelte Ferienansprüche, klar definierte Mutterschutzregelungen sowie fest verankerte Mechanismen zum Umgang mit sexueller Belästigung fest. Regelmässige Schulungen stärken zudem das Bewusstsein der Beschäftigten für ihre Rechte.
Fairtrade setzt unter anderem die Initiative “ Women’s School of Leadership“ um. Ein sektorspezifisches Programm in Ostafrika, das gezielt die Stärkung von Frauen in der Fairtrade-Blumenlieferkette zum Ziel hat. Auf teilnehmenden Farmen wurden konkrete Massnahmen eingeführt, um Frauen den Zugang zu Führungsrollen zu erleichtern, Gender-Policies zu stärken und Melde- sowie Beratungsstrukturen bei sexueller Belästigung zu verbessern. Fridah Makena, eine heute 28-jährige Kenianerin, hat am Programm teilgenommen: “ Nach der zehnmonatigen Ausbildung der Fairtrade «Women’s School of Leadership» habe ich mich erfolgreich auf eine Stelle als Supervisor beworben. Heute leite ich ein Team von Blumenarbeiter:innen und bin stolz auf meine berufliche Entwicklung. “
Fairtrade-zertifizierte Blumen stehen für Arbeitsbedingungen, die Frauenrechte konkret stärken und Verantwortung in globalen Lieferketten übernehmen.
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Laura Saner, Mediensprecherin Fairtrade Max Havelaar: +41 44 278 99 18, [email protected] ist ein Expertenzitat, das von Keystone-SDA ausserhalb des redaktionellen Dienstes verbreitet wird und frei verwendet werden kann. Die Redaktion von Keystone-SDA übernimmt keine Verantwortung für die Aussagen der Expertinnen und Experten.






