Meteoschweiz

Meteoschweiz-Direktor warnt vor Folgen der Sparmassnahmen

Keystone-SDA
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Bern,

Der Direktor von Meteoschweiz, Stefan Uhlenbrook, hat vor den Folgen der Sparmassnahmen des Bundes gewarnt. Gefährdet seien Investitionen wie die Erneuerung der Wetterradare, was zu ungenaueren Prognosen führen könne, sagte er zu «Blick».

Stefan Uhlenbrook, Direktor des Bundesamtes für Meteorologie und Klimatologie (Meteoschweiz), setzt auf Automatisierung und Kooperation. (Archivbild)
Stefan Uhlenbrook, Direktor des Bundesamtes für Meteorologie und Klimatologie (Meteoschweiz), setzt auf Automatisierung und Kooperation. (Archivbild) - KEYSTONE/ANTHONY ANEX

«Das Entlastungspaket 27 trifft uns hart», sagte Uhlenbrook in einem am Montag veröffentlichten Interview mit «Blick». Bei Meteoschweiz gebe es nicht viel Einsparungspotenzial, das Bundesamt sei schlank aufgestellt. «Wir automatisieren, wo immer es möglich ist», sagte Uhlenbrook. Zudem wolle er internationale Kooperationen voranbringen.

Die Sicherheit der Bevölkerung werde durch die Einsparungen nicht direkt aufs Spiel gesetzt. Doch die betrieblichen Risiken würden steigen. So sei beispielsweise die Erneuerung der Wetterradare durch die Sparmassnahmen gefährdet. «Wenn diese nicht rechtzeitig ersetzt werden, führt dies zu ungenaueren Vorhersagen – und möglicherweise zu grösseren Schäden», sagte der Meteoschweiz-Direktor. Die Treffsicherheit des Bundesamts bei Unwettern liegt nach seinen Angaben bei über 86 Prozent.

Hinsichtlich des heissen Sommers hofft Uhlenbrook, dass dieser den politischen Willen für Investitionen im Umwelt- und Klimabereich fördert. «Je mehr Zeit wir verlieren, je später wir etwas machen, desto teurer wird es im Allgemeinen», sagte er. Trockene Sommer seien in den Klimaszenarien klar vorhergesagt.

Ob der Sommer weiterhin so heiss bleibt, lässt sich laut dem Meteoschweiz-Direktor noch nicht abschätzen. Die Weltwetterorganisation (WMO) teilte Anfang Juli mit, dass sich die Welt wegen der erwarteten intensiven El-Niño-Phase verstärkt auf Extremwetter-Ereignisse vorbereiten muss.

Ein El Niño ist durch ungewöhnlich hohe Temperaturen der Meeresoberfläche im zentralen und östlichen Pazifik gekennzeichnet. Es sei noch verfrüht zu sagen, ob sich das Phänomen auf das Wetter in der Schweiz auswirken werde, sagte Uhlenbrook. Personen, die bereits jetzt einen Zusammenhang herstellen, nannte er im Interview «Alarmisten».

Kommentare

User #5711 (nicht angemeldet)

Die Wettervorhersage stimmen ja heute schon nicht mehr. Also kann man ruhig sparen

User #3863 (nicht angemeldet)

Hat er Angst weniger Panik verbreiten zu können?

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