Mehrere Parteien und Verbände sind gegen Individualbesteuerung
Kompliziert, ungerecht und teuer: Mit diesen Schlagworten bekämpft ein überparteiliches Komitee die getrennte Besteuerung von Eheleuten. Am Dienstag hat es seine Nein-Kampagne zur Individualbesteuerung vorgestellt.

Über den Wechsel im Steuersystem abgestimmt wird am 8. März. Eine Allianz, zu der SVP, Mitte, EVP und EDU sowie der Gewerbe- und der Bauernverband gehören, bekämpft die vom Parlament mit knappem Mehr beschlossene Vorlage.
Eheleute getrennt statt gemeinsam zu besteuern und damit die Heiratsstrafe zu beseitigen, brächte laut Komitee neue Ungerechtigkeiten. Das Nachsehen hätten vor allem Einverdiener-Ehepaare und Familien mit kleinem Zweiteinkommen. Es brauche andere Mittel gegen die Heiratsstrafe.
Familienbetriebe müssten eine künstliche Trennung ihrer Einkommen für den Steuerzettel hinnehmen, findet das Komitee. Die Kantone und Gemeinden hätten zudem viel Mehrarbeit, um die erwarteten rund 1,7 Millionen zusätzlichen Steuerdossiers zu verarbeiten.






