Kokain

Kokain-Konsum nimmt in der Schweiz weiter zu

Keystone-SDA
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Lausanne,

Der Kokain-Konsum in der Schweiz nimmt zu. Besonders häufig konsumieren die Droge Männer sowie junge Erwachsene zwischen 18 und 34 Jahren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der Stiftung Sucht Schweiz.

Ein beachtlicher Kokain-Konsum findet nach Erkenntnissen von Sucht Schweiz auch unter der Woche statt. Auffallend seien einzelne Berufsbranchen, in denen Kokain teilweise funktional ein...
Ein beachtlicher Kokain-Konsum findet nach Erkenntnissen von Sucht Schweiz auch unter der Woche statt. Auffallend seien einzelne Berufsbranchen, in denen Kokain teilweise funktional ein... - KEYSTONE/DPA/MARCUS BRANDT

Kokain ist in der Schweiz nach Cannabis die am zweithäufigsten konsumierte illegale Substanz. So hat gemäss der letzten Schweizerischen Gesundheitsbefragung von 2022 rund ein Prozent der Bevölkerung innerhalb der letzten zwölf Monate Kokain konsumiert, wie es in einer Mitteilung von Sucht Schweiz vom Donnerstag heisst.

Verschiedene Datenquellen, darunter Abwasseranalysen, deuteten jedoch darauf hin, dass das tatsächliche Ausmass viel höher liegt.

Kokain-Konsum habe in weiten Teilen der Gesellschaft Einzug gehalten. Ein grosser Teil der Konsumierenden sei sozial integriert, gut ausgebildet und erwerbstätig. Neben Gelegenheitskonsumierenden gibt es laut Sucht Schweiz eine Gruppe, die einen regelmässigen bis intensiven Konsum aufweist und ein erhöhtes Risiko für gesundheitliche und soziale Probleme trägt.

Ein beachtlicher Konsum finde auch unter der Woche statt. Auffallend seien einzelne Berufsbranchen, in denen Kokain teilweise funktional eingesetzt werde, etwa zur Steigerung von Leistungsfähigkeit, Wachheit oder Selbstsicherheit. Dazu gehörten die Gastronomie, das Baugewerbe sowie die Kunst- und Unterhaltungsszene. Begünstigende Faktoren seien hoher Leistungsdruck, lange oder unregelmässige Arbeitszeiten, ausgeprägte Gruppendynamiken sowie arbeitsbezogene Unsicherheit.

Der Übergang von einem gelegentlichen zu einem problematischen Konsum erfolge meist schleichend, und die betroffenen Personen suchten oft erst dann Hilfe, wenn gravierende persönliche, soziale oder berufliche Probleme sichtbar werden, warnt Sucht Schweiz.

Kommentare

User #5268 (nicht angemeldet)

Mehr Banker, mehr Nasenziehen. Die leisten sich das wie die Hauptmahlzeiten. Warum hat die Schweiz ein Suchtproblem?

User #6438 (nicht angemeldet)

Mehr Einwohner = Mehr Konsum.

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