Darum ärgern sich die Berner beim Rigi-Schwinget

Zum zweiten Mal nach 2024 gewinnt Fabian Staudenmann auf der Rigi. Die Einteilung sorgt bei den Bernern trotz des Sieges für Ärger.

Fabian Staudenmann Rigi-Schwinget
Fabian Staudenmann triumphiert am Rigi-Schwinget. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Fabian Staudenmann feiert seinen zweiten Sieg am Rigi-Schwinget.
  • Der Berner bodigt seinen Verbandskollegen Lars Zaugg im Schlussgang.
  • Zuvor sorgt die Einteilung für Ärger bei den Gästen aus Bern.

Fabian Staudenmann feiert seinen zweiten Erfolg auf der Rigi: Der Berner triumphiert beim Kranzfest auf der «Königin der Berge» wie schon 2024. Im Schlussgang bodigt er seinen überraschenden Verbandskollegen Lars Zaugg.

Verfolgst du den Schwingsport?

Staudenmann hätte auch ein Gestellter für den Festsieg genügt. Er liess es aber nicht darauf ankommen, sondern legte seinen Berner Verbandskollegen nach vier Minuten ins Sägemehl.

Der 26-Jährige musste für seinen 23. Kranzfestsieg nach einem missglückten Start aber hart arbeiten. Zum Auftakt leistete sich Staudenmann einen Gestellten gegen den Innerschweizer Samuel Schwyzer. Seine weiteren Gänge entschied er aber für sich.

Fabian Staudenmann Rigi-Schwinget
Fabian Staudenmann bodigt Lars Zaugg im Schlussgang am Rigi-Schwinget. - keystone

Zaugg musste sich sogar von Sinisha Lüscher im dritten Gang bodigen lassen. Mit zwei Höchstnoten in den folgenden Gängen löste der Berner aber noch den Einzug in den Schlussgang. Für den ersten Kranzfestsieg reichte es dem 24-Jährigen aber nicht.

Berner Ärger über Einteilung

Fabian Staudenmann gewinnt also, mit Lars Zaugg sorgen die Berner zudem für den Überraschungs-Mann. Trotzdem ist man im Lager des BKSV nicht rundum zufrieden.

Grund für den Ärger: Die Einteilung beim Berg-Klassiker. Aufgrund der Berner Dominanz war es zwar absehbar, dass es im fünften Gang zu Berner Paarungen kommt. Dass man aber ausgerechnet Staudenmann und Michael Moser gegeneinander antreten lässt, sorgt für Unverständnis.

Rigi
Fabian Staudenmann bodigt Michael Moser im fünften Gang auf der Rigi. - keystone

Gleich mehrere Anwesende können die Einteilung kaum fassen, hinter vorgehaltenener Hand gibt es kritische Worte. Deutlich diplomatischer zeigt sich Festsieger Staudenmann im Nachgang.

«Ich habe nicht mit diesem Duell gerechnet», so der Guggisberger. «Natürlich wäre es schön, wenn man solche verbandsinternen Paarungen vermeiden könnte. Aber das gehört zum Schwingsport dazu.»

Kannst du die Rigi-Einteilung nachvollziehen?

Gegenüber dem «Blick» verteidigt Einteilungs-Chef Stefan Muff den Entscheid: «Diese Paarung war schon früh klar. Mit unserer Variante hatten aber alle drei Teilverbände noch Chancen auf den Schlussgang. Solange man die Spannung des Festes auf faire Weise aufrechterhalten kann, sollte man das tun.»

Kommentare

User #3023 (nicht angemeldet)

Hat der Schwingsport jetzt auch Fachkräftemangel?

User #9091 (nicht angemeldet)

Vielleicht hat ja TRUMP mit dem Einteilungsbüro telefoniert !!! Wo nicht mit Messband und Stoppuhr gemessen werden kann, wird es immer menschelen .

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