Kantone halten Wechsel zur Individualbesteuerung für zu aufwendig

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Bern,

Von den Kantonen kommt Widerstand gegen die Besteuerung jeder einzelnen Privatperson, unabhängig vom Zivilstand. Die Heiratsstrafe bei den Steuern könne korrigiert werden, ohne das Steuersystem mit grossem Aufwand umzustellen, schreiben sie.

«Zu fundamentaler zentralistischer Eingriff»: Markus Dieth, Präsident der Konferenz der Kantonsregierungen, engagiert sich vor den Medien für ein Nein zur Individualbesteuerung am 8. ...
«Zu fundamentaler zentralistischer Eingriff»: Markus Dieth, Präsident der Konferenz der Kantonsregierungen, engagiert sich vor den Medien für ein Nein zur Individualbesteuerung am 8. ... - KEYSTONE/PETER KLAUNZER

Entsprechend lehnen die Kantone die vom Parlament gewollte Individualbesteuerung bei Bund, Kantonen und Gemeinden ab. Darüber abgestimmt wird am 8. März, weil neben mehreren Parteien auch zehn Kantone das Referendum ergriffen haben.

Die Konferenz der Kantonsregierungen (KdK) stellte am Freitag in Bern ihre Nein-Argumente vor. Anders als der Bund hätten die Kantone die Steuer-Heiratsstrafe seit längerem korrigiert, schreibt sie. Der Systemwechsel sei unnötig, verursache Kosten und Aufwand und schaffe neue Ungleichheiten.

Für Kantone, Gemeinden und die Steuerzahlende seien die finanziellen Folgen des Systemwechsels völlig ungewiss. Um keine Personengruppe gegenüber heute zusätzlich zu belasten, müssten Kantone und Gemeinden Mindereinnahmen im mehrstelligen Millionenbereich hinnehmen.

Kommentare

User #3818 (nicht angemeldet)

allein die Tatsache, dass die Kantone dermassen Wind machen, sollte uns zeigen, dass wir JA sagen müssen. Die haben einzig und allein Angst um ihre Einnahmen, da die Bürger nachher weniger Steuern bezahlen müssen. Da würde ich auch auf die Barrikaden. Aber diese Besteuerung ist nur fair. Nicht fair ist es, wenn man - nur weil man verheiratet ist - um ein Vielfaches mehr bezahlen soll als ein Konkubinatspaar. Ich rate allen Verheirateten, bei ihren Treuhändern einmal berechnen zu lassen, was sie zu viel bezahlen - und dies seit Jahren. Ich habe es gemacht und bin daher ganz klar für die Pauschalbesteuerung. Mit dem Geld, das wir jährlich mehr bezahlen, lägen schöne Ferien drin. Und die Masche von wegen man profitiert nur, wenn beide arbeiten... Natürlich! Profitieren sollen ja die, die Steuern zahlen müssen, also die, die auch Geld verdienen und somit den Staat am Laufen lassen.

User #6212 (nicht angemeldet)

was heisst umständlich, so eine Ausrede, 1. Splitting gibt es schon, die im Konkubinat schreiben auch jeder einzeln die Erklärung, also wo ist das Problem, wie kann nur so faul sein und immer neue Gründe dagegen finden??? Lässt es doch beim Splitting, auch der Bürger soll Vorteile haben, nicht nur der Staat, oder???

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