ÖV-Tickets werden im Dezember um fast 4 Prozent teurer!
Reisende müssen ab Ende 2026 tiefer in die Tasche greifen. Besonders beim GA drohen spürbare Aufschläge.

Das Wichtigste in Kürze
- Ab Dezember 2026 steigen die ÖV-Preise im Schnitt um 3,9 Prozent.
- Grund sind höhere Kosten für Energie, Personal, Material und Ausbau.
- Betroffen sind nationale Billette und Abos im Direktverkehr.
Reisende im Schweizer öffentlichen Verkehr müssen ab Dezember 2026 mehr bezahlen. Die Branche erhöht die Preise im nationalen Direktverkehr im Schnitt um 3,9 Prozent.
Der Entscheid wurde vom Strategierat der Alliance Swisspass getroffen, wie die ÖV-Branchenorganisation am Dienstag mitteilt. Betroffen sind schweizweit gültige Billette und Abonnemente. Die konkreten Preise werden im Frühling 2026 bekannt gegeben.
Kosten steigen – Einnahmen reichen nicht mehr aus
Als Gründe nennt die Branche die gestiegene Teuerung, höhere Energiepreise sowie wachsende Kosten für Personal und Material. Gleichzeitig nimmt die Nachfrage im öffentlichen Verkehr weiter zu, was zusätzliche Investitionen erfordert.
Auch politische Entscheide belasten die Finanzierung. Dazu gehört etwa der Wegfall der Rückvergütung der Mineralölsteuer ab 2027 sowie ein aus Sicht der Branche zu tiefer Kreditrahmen für den regionalen Personenverkehr.
Strategieratspräsident Marco Lüthi sagt: «Preiserhöhungen sind für Kundinnen und Kunden ein sensibles Thema. Deshalb hat die Branche diesen Schritt sehr sorgfältig geprüft.»
Unterschiedliche Anpassungen je nach Angebot
Nicht alle Preise steigen gleich stark: Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien werden kaum oder gar nicht teurer.
Das Generalabonnement dürfte stärker ansteigen als Einzelbillette. Das Halbtax-Abo wird um 5 Franken teurer. Anpassungen sind auch bei Velo- und Hundebilletten vorgesehen.
Mehr Angebot trotz steigender Preise
Parallel baut die Branche ihr Angebot weiter aus. Dazu gehören dichtere Fahrpläne, neue Nachtverbindungen und grössere Angebotsausbauten – etwa in der Nordwestschweiz. Diese Erweiterungen verursachen zusätzliche Kosten.
Die neuen Preise treten mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2026 in Kraft. Regionale Tarifverbünde entscheiden unabhängig über ihre eigenen Anpassungen.









