Grüne erhalten eine Rekordspende von einer Million Franken

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Die Grünen haben eine Einzelspende von einer Million Franken erhalten. Damit wolle man eine App lancieren, um das Engagement der Mitglieder zu fördern.

    Balthasar Glättli
    Balthasar Glättli, Präsident der Grünen und Nationalrat aus Zürich. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Grünen haben ihr Wahlkampfbudget verdoppelt.
    • Eine Erbin der Gründerfamilie von Sika hat eine Million Franken gespendet.
    • Die Grünen streben einen Bundesratssitz an, erhalten sie ihn nicht, blockieren sie mehr.

    Die Grünen haben mit einer Million Franken die grösste Einzelspende in ihrer Geschichte erhalten. Carmita Burkard Kroeber, eine Erbin der Gründerfamilie des Baustoffkonzerns Sika, überwies der Partei diesen Betrag, wie aus einer Medienmitteilung der Partei hervorging.

    Burkard Kroeber sei seit über 20 Jahren Mitglied der Grünen und habe bereits auf regionaler Ebene für die Partei kandidiert, hiess es in der Mitteilung vom Samstag. Die Spenderin habe keinen Einfluss auf die Verwendung des Geldes.

    sika
    Eine Anlage des Baustoffkonzerns Sika. - sda - KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

    Mit der Million Franken «verdoppeln wir unser Wahlkampfbudget», sagte der Präsident der Grünen, Balthasar Glättli, im am Sonntag publizierten Interview mit der «NZZ am Sonntag». Die Partei will mit dem Geld eine App finanzieren. Damit wollen sie das Engagement ihrer Mitglieder fördern, wie Glättli sagte.

    Glättli: Bundesratssitz oder mehr Blockaden

    Zudem soll die App die Referendumskraft der Partei stärken, sagte der Parteipräsident. Unterschriften sollen auch nach den Wahlen im Herbst schneller gesammelt werden können. Im Interview mit der «NZZ am Sonntag» stellte der Politiker klar: Erhalten die Grünen keinen Bundesratssitz, werden sie vermehrt auf politische Blockaden – also Referenden – zurückgreifen.

    Für die Bundesratswahlen halte sich die Partei alle Optionen offen. «Strategisch wollen wir die absolute Mehrheit von FDP und SVP beenden; einen dritten Sitz für Rot-Grün.» Die Linke habe in der Schweiz aber zwei Farben. Ob die Grünen den SP-Sitz im Bundesrat angreifen wollen, entscheide die Fraktion nach den Wahlen, sagte Glättli.

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