Genfer Beamte protestieren gegen geplante Kürzungen

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Genève,

Über 500 Menschen haben am Donnerstagabend in Genf gegen die aktuellen und geplanten Sparmassnahmen im öffentlichen Dienst demonstriert. Dazu aufgerufen hatten die Gewerkschaften.

Hunderte Genfer Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes gingen am Donnerstagabend auf die Strasse, um gegen die von der Kantonsregierung angekündigten Sparmassnahmen zu prote...
Hunderte Genfer Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes gingen am Donnerstagabend auf die Strasse, um gegen die von der Kantonsregierung angekündigten Sparmassnahmen zu prote... - KEYSTONE/MARTIAL TREZZINI

Die Streichung der jährlichen Gehaltserhöhung für 2026 sei vom Staatsrat bestätigt worden, stellte Gewerkschaftsfunktionärin Geneviève Preti vor dem Aufbruch des Demonstrationszuges fest. Der Kaufkraftverlust sei Jahr für Jahr enorm, sagte sie und beklagte eine schleichende Aushöhlung des Lohnsystems.

Diese Sparmassnahmen würden auch die Bevölkerung treffen, stellte ein Vertreter des Pflegepersonals fest. Die Demonstration startete am Parc des Chaumettes in der Nähe des Spitals und führte durch die Innenstadt zur Promenade de la Treille hinter dem Grossen Rat.

Die Demonstranten machten vor den Fenstern des Kantonsparlaments ihrem Zorn Luft. Die Abgeordneten waren jedoch nicht da, um sie zu hören: Es war gerade Mittagspause.

Diese Mobilisierung, auf die am 23. April ein Streik folgen soll, findet wenige Tage vor der Vorstellung des neuen Haushaltsentwurfs 2026 des Kantons Genf statt. Die Schlussfolgerungen einer Expertengruppe, die beauftragt wurde, Kürzungen in Höhe von 500 Millionen Franken vorzuschlagen, werden ebenfalls in diesem Frühjahr erwartet.

Kommentare

User #3306 (nicht angemeldet)

Angestellte in der Bundesverwaltung erhalten bis zu 2,7-mal höhere Pensionskassenbeiträge als die überwiegende Mehrheit der Angestellten der privatwirtschaftlichen KMU, wo rund zwei Drittel aller Arbeitsplätze in der Schweiz angesiedelt sind.

User #4783 (nicht angemeldet)

Was wenn die gutbezahlten Staatsverwalter schon Demos machen? Was bleibt den richtig armen ueberig?

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