Coronavirus

    Coronavirus: Bundesrat vor wichtigen Entscheiden

    Redaktion
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    Bern,

    Die Ausbreitung des Coronavirus ist fürs erste gestoppt. Doch die Wirtschaft bleibt stark eingeschränkt. Spricht der Bundesrat heute ein Machtwort?

    Alain berset
    Bundesrat Alain Berset, Vorsteher Eidgenössisches Departement des Innern (EDI), spricht an einer Medienkonferenz. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Bundesrat trifft sich heute Mittwoch zu seiner wöchentlichen Sitzung.
    • Auf Entscheide warten unter anderem Festivals, Beizer, Sportclubs und Airlines.
    • Eine Pressekonferenz zu den neusten Corona-Entscheiden wird am Nachmittag erwartet.

    Die Fallzahlen der neu mit dem Coronavirus infizierten Schweizer sind zurückgegangen. Deshalb gelten seit dieser Woche erste kleine Lockerungen. Grosse Teile der Wirtschaft warten aber weiter auf Klarheit.

    Organisatoren von Grossveranstaltungen sind die Hände gebunden. Openairs, die zum grossen Teil im Juli und August stattfinden, wurden bisher nicht verboten. Ohne eine klare Kommunikation des Bundesrats können die Veranstalter Tickets kaum zurückerstatten.

    Openair Gampel Coronavirus
    Zahlreiche Besucher am letztjährigen Openair Gampel. Das Coronavirus bringt die diesjährige Ausgabe in Bedrängis. - Openair Gampel

    Gurtenfestival & Co. hoffen deshalb – so absurd es tönt – auf ein Verbot durch die Landesregierung. Dieses wird allgemein erwartet. Medien der Tamedia gehen von einem Verbot von Veranstaltungen über 1000 Personen bis Ende September aus.

    Unklar ist, ob ein solches bereits heute ausgesprochen wird. In einer ähnlichen Situation sind auch viele Sportclubs. Denn Fussballspiele mit 30'000 Zuschauern dürften vor dem Herbst kaum stattfinden.

    Coronavirus: Rettet der Bundesrat die Swiss?

    Lockerungen soll es dafür im Breitensport schon nächste Woche geben. So dürften Tennis, Golf und weitere kontaktlose Sportarten sehr bald wieder erlaubt sein. Auch hier arbeitet der Bundesrat an klaren Vorgaben.

    Coronavirus Swiss
    Die Fluggesellschaft Swiss setzt in Zeiten von Corona verstärkt auf Frachtflüge. Geplant ist der Umbau von drei Passagiermaschinen des Typs Boeing 777 für den Transport von Medikamenten und medizinischem Material.(Archivbild) - sda - KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI

    Ebenfalls beschäftigen wird sich der Bundesrat wohl mit der Luftfahrt. Die Swiss soll mit verbürgten Bank-Krediten in Höhe von 1,5 Milliarden Franken unterstützt werden. Das berichteten gestern Medien der Tamedia.

    Wirte wollen endlich Klarheit über Öffnung

    Weiter in der Klemme steckt auch die Gastronomie. Zwar machte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga kürzlich Andeutungen für erste Lockerungen im Mai. Doch die Branche pocht auf einen klaren Fahrplan, um Planungssicherheit zu erhalten.

    KMU Coronavirus
    Viele Restaurants setzen während der Coronavirus-Krise auf einen Lieferdienst- oder Take-away-Angebot. - Keystone

    Nicht auszuschliessen ist auch, dass Sommaruga ein Paket zur Unterstützung für die Medien präsentiert. Aufgrund der weggebrochenen Werbeeinnahmen leiden diese stark unter der durch das Coronavirus ausgelösten Krise.

    Ob und in welchen Bereichen die Landesregierung heute Entscheide fällt, zeigt sich im Laufe des Tages.

    Eine Pressekonferenz wird am Nachmittag erwartet. Der Zeitpunkt steht noch nicht fest. Nau.ch hält Sie auf dem Laufenden.

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