Bundesrat

    Bundesrat lehnt Blochers Neutralitätsinitiative ab

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Bern,

    Der Bundesrat lehnt die Neutralitätsinitiative ohne Gegenvorschlag ab. Cassis warnt vor zu starren Regeln in einer unsicheren Weltlage.

    Ignazio Cassis
    Aussenminister Ignazio Cassis äusserte sich am Dienstag in Bern vor den Medien dazu, weshalb ein Ja zur Neutralitätsinitiative für die Schweiz schädlich wäre. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bundesrat und Parlament lehnen die Neutralitätsinitiative klar ab.
    • Aussenminister Cassis warnt vor einem starren Neutralitätsverständnis in der Verfassung.
    • Der heutige Status quo lasse der Schweiz aussenpolitischen Spielraum.

    Bundesrat und Parlament empfehlen die Neutralitätsinitiative ohne Gegenvorschlag zur Ablehnung.

    Am Dienstag hat Aussenminister Ignazio Cassis für den Erhalt des Status quo plädiert. Nur so behalte die Schweiz in der Aussenpolitik einen Handlungsspielraum.

    Die Initiative wolle ein starres Neutralitätsverständnis in der Bundesverfassung verankern, heisst es im Abstimmungsbüchlein zur Vorlage, über die am 27. September abgestimmt wird.

    Bundesrat und Parlament betonen darin, dass die Verfassung heute bewusst Flexibilität gewähre, um in sich schnell verändernden geopolitischen Lagen angemessen im Interesse der Schweiz reagieren zu können.

    Schweiz bliebe bewaffnet neutral

    Neutralität sei bereits Verfassungspraxis, lautet der Tenor im Nein-Lager. Auch wenn die Initiative abgelehnt würde, bliebe die Schweiz dauernd und bewaffnet neutral.

    Sie trete keinem Militär- oder Verteidigungsbündnis bei und beteilige sich nicht an Konflikten zwischen Drittstaaten.

    Unterstützt du die Neutralitätsinitiative?

    Gleichzeitig müsse die Schweiz bei eklatanten Völkerrechtsverletzungen oder Angriffskriegen in der Lage bleiben, Sanktionen zu ergreifen.

    Die Initiative verlangt, dass die Schweiz ausser Uno-Sanktionen keine eigenständigen oder von der EU verhängten Sanktionen übernimmt.

    Kommentare

    User #4307 (nicht angemeldet)

    Cassis möchte ein wenig neutral sein, ein wenig ehrlich und ja nicht nein zu willkürlichen EU Sanktionen sagen.

    User #4568 (nicht angemeldet)

    Seine Grossmutter würde er geben für den EU-Beitritt. Und auch die Bürger. Locker!

    Weiterlesen

    Ukraine-Krieg
    13 Interaktionen
    In Basel
    11 Interaktionen
    Bern

    MEHR BUNDESRAT

    Parmelin-Nachfolge
    184 Interaktionen
    Friedli, Rickli & Co.
    Coronavirus masken
    12 Interaktionen
    Bern
    Bundesrat Budget
    3 Interaktionen
    Bei digitalen Abos
    Albert Rösti
    52 Interaktionen
    Bern

    MEHR AUS STADT BERN

    Mad Pride Bern
    «Mad Pride» in Bern
    Flavia Wasserfallen
    5 Interaktionen
    Frauen-Fussball
    Rapperswil-Jona Lakers SC Bern
    Biel schlägt HCD
    YB Frauen FC Luzern
    1 Interaktionen
    In Unterzahl!