Gegenvorschlag zur Konzernverantwortung erhält kaum Zuspruch
Der indirekte Gegenvorschlag des Bundesrates zur Konzernverantwortungsinitiative erhält von allen Seiten nur wenig Unterstützung. Wirtschaft und Bürgerliche lehnen ihn kategorisch ab, und für Initianten und Linke geht er zu wenig weit.

Klar abgelehnt wird der indirekte Gegenvorschlag zur Konzernverantwortungsinitiative (KVI) von der FDP. Er weise in dieselbe Richtung wie die Initiative und löse die Probleme nicht. Der Vorschlag benachteilige Schweizer Unternehmen im internationalen Wettbewerb, schaffe Rechtsunsicherheit und gefährde Arbeitsplätze. Auch der Verband der Schweizer Tech-Industrie, Swissmem, lehnt den Gegenvorschlag als Ganzes ab.
Grundsätzliche Unterstützung erhält der indirekte Gegenvorschlag von der Mitte. Ihr geht der Vorschlag, aber zu weit. Auch die Initianten, die SP und die GLP, begrüssen die Stossrichtung der Vorlage. Sie setze wichtige erste Impulse, erreiche aber die Zielsetzung eines wirksamen, internationalen Regulierungsrahmens noch nicht, schrieb die Koalition für Konzernverantwortung.
Der indirekte Gegenvorschlag des Bundesrates zur KVI will in der nachhaltigen Unternehmensführung den Schutz der Menschenrechte und der Umwelt gewährleisten, gleichzeitig die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit erhalten sowie den Verwaltungsaufwand und die Kosten senken.






