Bundesrat

    Bundesrat will Förderung für flächendeckend schnelles Internet

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Bern,

    Projekte für schnelles Internet auf dem Land sollen mit maximal 730 Millionen Franken gefördert werden. Gemäss Bundesrat sollen die Kantone die Hälfte bezahlen.

    Die Medienkonferenz mit Albert Rösti vom 14. März.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Menschen in der Schweiz sollen überall sehr schnelles Internet haben.
    • Deswegen plant der Bundesrat ein Millionen-schweres Förderprogramm.
    • Projekte auf dem Land sollen von diesen Geldern profitieren.

    Überall in der Schweiz sollen die Menschen Zugang zu sehr schnellem Internet erhalten. Der Bundesrat plant dazu ein befristetes Förderprogramm im Umfang von maximal 730 Millionen Franken, namentlich für Projekte auf dem Land. Die Hälfte davon soll der jeweilige Kanton übernehmen.

    Mindestens 1 Gigabit pro Sekunde für alle

    Kommunikationsminister Albert Rösti informierte am Freitagnachmittag an einer Medienkonferenz in Bern über die sogenannte Gigabitstrategie. Deren Ziel ist es, einem digitalen Stadt-Land-Graben entgegenzuwirken und den Rückstand gegenüber dem Ausland beim Ausbau mit Glasfasernetzen aufzuholen.

    Breitbandnetze böten grosse Chancen für den ländlichen Raum, schrieb der Bundesrat zur Begründung des Vorhabens. Konkret gefördert werden soll gemäss dem Gesetzesentwurf der Landesregierung der Ausbau von Festnetzanschlüssen mit Übertragungsraten von mindestens 1 Gigabit pro Sekunde im Download.

    Breitbandabdeckung Glasfaser Gigabitstrategie
    Breitbandabdeckung der Gebäude in der Schweiz im Vergleich mit den europäischen Ländern - Uvek

    Als Empfänger des Geldes sind die Gemeinden vorgesehen. Sie müssen auch die Gesuche stellen. Insbesondere beim Ausbau von Glasfasernetzen seien die Ausbaukosten teils sehr hoch, argumentiert die Landesregierung.

    Lebst du auf dem Land?

    Der Vernehmlassungsentwurf macht laut Communiqué die Ausschüttung von Bundesgeldern von einem finanziellen Engagement der Kantone abhängig. Konkret sollen bei jedem Projekt der Bund und der betroffene Kanton je die Hälfte der Förderkosten tragen.

    «Die Höhe der Fördermittel beschränkt sich auf den erwarteten Verlust eines Ausbauprojektes», heisst es im Communiqué. Um den Wettbewerb zu gewährleisten, müssten die Betreiber der geförderten Infrastrukturen anderen Anbieterinnen Zugang gewähren.

    Auf sieben bis zehn Jahre befristet

    Nach dem Willen des Bundesrats soll das Förderprogramm des Bundes auf sieben bis höchstens zehn Jahre befristet sein. Finanzieren möchte der Bundesrat den Bundesanteil den Angaben zufolge aus den zukünftigen Konzessionsgebühren von Telekommunikationsunternehmen.

    Glasfaser
    Für mehr Vorsorge müsse jeder Haushalt und jeder Arbeitsplatz ans Glasfasernetz angeschlossen werden. (Symbolbild) - keystone

    Die Ausgaben des Bundes für die Projekte selbst sind gemäss Mitteilung auf maximal 365 Millionen Franken begrenzt, jene für die Programm-Administration auf maximal 10 Millionen Franken. Die Vernehmlassung dauert bis zum 23. Juni.Eingesetzt werden soll das Geld gemäss Bundesrat in Gebieten, in denen sich für Telekommunikationsanbieter der Ausbau von Glasfasernetzen oder Funkinfrastrukturen sonst nicht lohnt. Konkret gefördert werden soll der Ausbau von Festnetzanschlüssen mit Übertragungsraten von mindestens 1 Gigabit pro Sekunde im Download.

    Der Entwurf macht die Ausschüttung von Bundesgeldern von einem finanziellen Engagement der Kantone abhängig. Konkret sollen bei jedem Projekt der Bund und der betroffene Kanton je die Hälfte der Förderkosten tragen. Finanzieren möchte der Bundesrat den Bundesanteil aus den zukünftigen Konzessionsgebühren von Telekommunikationsunternehmen.

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    Kommentare

    User #1829 (nicht angemeldet)

    Und was nützt das schnelle Internet .?Noch mehr Mist und Fakes , noch mehr Zeit vor dem Computer , um Herauszu finden , wo jetzt das nächste Passwort hin muss ? Die Maschinengesteuerte Gesellschaft muss nicht noch mehr Verdummt werden mit Röstis Ideen .

    User #1756 (nicht angemeldet)

    Die Idee ist gut. Alles Schritt auf Schritt ausbauen. Jedoch umgehend die Abo Preisen müssen um die Hälfte gesenkt werden, das sofort...!!!

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