Bundesrat will Cannabis Export zu medizinischen Zwecken erlauben

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Die Schweiz dürfte bald andere Staaten mit Cannabis versorgen. Denn der Bundesrat will künftig den Anbau und Export von Cannabis zu medizinischen Zwecken erlauben.

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    Die beschränkte medizinische Anwendung von Cannabiszubereitungen ist in der Schweiz seit 2011 gesetzlich erlaubt. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Bundesrat will den Cannabis-Export zu medizinischen Zwecken erlauben.
    • Damit geht er einer Motion von FDP-Nationalrätin Christa Markwalder nach.
    • Eine generelle Legalisierung von Cannabis lehnt der Bundesrat aber ab.

    Der Bundesrat will den Anbau und Export von Cannabis zu medizinischen Zwecken ermöglichen. Er beantragt dem Parlament, eine Motion von Nationalrätin Christa Markwalder (FDP/BE) anzunehmen.

    Markwalder möchte den Bundesrat lediglich beauftragen zu prüfen, wie mit geltendem Recht Export-Gesuche bewilligt werden könnten. Gemäss dem Bundesrat steht jedoch fest, dass das geltende Betäubungsmittelrecht dies nicht zulässt. Eine Prüfung sei deshalb nicht zielführend, schreibt der Bundesrat in seiner am Donnerstag veröffentlichten Antwort auf den Vorstoss. Er sei aber bereit, dem Parlament einen Vorschlag für eine Gesetzesanpassung zu unterbreiten.

    Nationalrätin Christa Markwalder (FDP) ist für den Anbau und Export von medizinischem Cannabis.
    Nationalrätin Christa Markwalder (FDP) ist für den Anbau und Export von medizinischem Cannabis. - Keystone

    Dabei sollen die internationalen Verpflichtungen berücksichtigt werden. Diese sehen gemäss dem Bundesrat strenge Auflagen sowie eine nationale Kontrollstelle für den Anbau und Export von Cannabis zu medizinischen Zwecken vor.

    Nein zu Legalisierung

    Nein sagt der Bundesrat zu einem Vorstoss von BDP-Nationalrat Heinz Siegenthaler (BE). Dieser möchte den Bundesrat beauftragen, den Anbau, Handel und Konsum von THC-haltigem Cannabis generell neu zu regeln. Mit Cannabis soll so umgegangen werden wie mit hochprozentigem Alkohol.

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    Der BDP-Nationalrat Heinz Siegenthaler diskutiert im Nationalrat. - Keystone

    Der Bundesrat stellt fest, eine Regelung von Cannabis entsprechend jener zu hochprozentigem Alkohol käme einer Legalisierung gleich. Das wäre ein grundlegender drogenpolitischer Richtungswechsel. Die Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit liessen sich nur schwer abschätzen.

    Der Bundesrat spricht sich deshalb dafür aus, zunächst im Betäubungsmittelgesetz einen Experimentierartikel zu schaffen, um neue Regulierungsansätze zu testen. Zu einer breiteren Zulassung der medizinischen Verwendung von Cannabis wird derzeit ein Bericht erarbeitet. Dem Bundesrat liegt dieser voraussichtlich im Sommer vor.

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