Bundesrat

    Bundesrat reformiert die Wirtschaftliche Landesversorgung

    Miguel Pereiro
    Miguel Pereiro, Elisa Jeanneret

    Bern,

    Die Covid-Pandemie habe die Verletzlichkeit der Schweizer Landesversorgung aufgezeigt. Deswegen will der Bundesrat das entsprechende Bundesamt reformieren.

    Medienkonferenz mit Bundesrat Guy Parmelin zur wirtschaftlichen Landesversorgung.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Wirtschaftliche Landesversorgung muss gemäss Bundesrat reformiert werden.
    • Deshalb wird die Führungsstruktur angepasst und das Personal aufgestockt.
    • Die Minderung des Personalbestands wurde am Ende des Kalten Kriegs durchgeführt.

    Die Corona-Pandemie und der Krieg in der Ukraine habe die Komplexität und Verletzlichkeit der Versorgungssysteme gezeigt. Gemäss Bundesrat müsse deshalb die Wirtschaftliche Landesversorgung reformiert werden. Die Grundkonstruktion des Landesversorgungsgesetzes soll dabei beibehalten werden.

    Bundesrat
    Im Lager der Armeeapotheke befinden sich auch noch rund 10 Millionen FFP2-Masken zum Schutz gegen das Coronavirus. (Symbolbild) - dpa-infocom GmbH

    Doch der Projektschlussbericht «Reform wirtschaftliche Landesversorgung 2021» habe Handlungsbedarf offenbart. Deshalb hat die Landesregierung entschieden, die Führungsstruktur anzupassen und die personellen Ressourcen aufzustocken.

    Kürzlich seien verschiedene Pflichtlager freigeschaltet worden: Etwa Heilmittel und Dünger, so der Delegierte für Wirtschaftliche Landesversorgung (DWL). Guy Parmelin liess auch antönen, dass beispielsweise bei pflanzlichen Ölen die Schweiz mehr aus anderen Ländern importieren werden müsste.

    Bundesrat beschliesst Aufstockung beim Personal

    Gegenwärtig werde die Wirtschaftliche Landesversorgung vom DWL in einem Nebenamt von 40 Prozent geleitet. Doch die Praxis habe gezeigt, dass die selbst in «normalen Zeiten» nicht reiche. Die Stelle soll deshalb auf ein Vollzeitpensum aufgestockt werden.

    Sonnenblumenöl Ukraine
    Die Ukraine ist der weltweit grösste Sonnenblumenöl-Produzent (Symbolbild). - Keystone

    Die Delegierte oder der Delegierte werde nach wie vor gute Verbindungen zur Wirtschaft aufzeigen könne, so Bundesrat Guy Parmelin. «Wir müssen die Kommunikation verbessern, die Verwaltungskontrolle und die Risikokontrolle», sagte er an der Medienkonferenz. In einem ersten Schritt würden 12 Personen rekrutiert.

    Die Reduktion des Personalbestandes – beschlossen nach Ende des Kalten Krieges – soll so teilweise rückgängig gemacht werden. Damals wurde von 50 auf 32 Vollzeitstellen abgebaut.

    «Unter der neuen Leitung soll auch die personelle Situation im BWL verbessert werden», so der Bundesrat in einer Mitteilung. Dies soll vor allem auch die Arbeit der Miliz in den Fachbereichen erleichtern. Ausserdem sollen die Kantone vermehrt einbezogen werden.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Coronavirus - Illustration Schutzausrüstung
    212 Interaktionen
    Masken-Debakel
    Enea Martinelli Lieferengpässe Medikamente
    73 Interaktionen
    Experte warnt
    Quickline
    9 Interaktionen
    Tipps für den Alltag

    MEHR BUNDESRAT

    cassis
    43 Interaktionen
    Pjöngjang
    Alain Berset
    31 Interaktionen
    Bern
    luftabwehr
    19 Interaktionen
    Bern
    bundeshaus
    13 Interaktionen
    Bern

    MEHR AUS STADT BERN

    SCB SCL Biel
    1 Interaktionen
    Biel bodigt Kloten
    stadt Bern
    8 Interaktionen
    Defizitär
    5 Interaktionen
    Bern
    Berner Budget
    5 Interaktionen
    Millionen-Minus