Heute gab es für den Bundesrat Noten: Karin Keller-Sutter und Viola Amherd kommen beim Volk am besten an.
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Bundesrat Noten: Karin Keller-Sutter und Viola Amherd sind am beliebtesten. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die neusten Bundesrätinnen sind die beliebtesten: Viola Amherd und Karin Keller-Sutter.
  • Am wenigsten Popularität geniessen derzeit Guy Parmelin und Ignazio Cassis.

Karin Keller-Sutter, seit dem ersten Januar Vorsteherin des Departements für Justiz und Polizei EJPD, schwingt ganz obenauf. Die Ostschweizerin geniesst beim Volk die höchste Beliebtheit.

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Bundesrat Noten: Karin Keller-Sutter geniesst die Höchste Beliebtheit - Nau.ch

Knapp dahinter liegt Amtskollegin und Verteidigungsministerin Viola Amherd. Auch sie ist erst seit Anfang Jahr im Amt. Das Ranking basiert auf einer Umfrage der «Tamedia» bei gut 19'000 Teilnehmenden. Dabei gab es für den Bundesrat Noten.

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Viola Amherd liegt nur 0,03 Punkte hinter Keller-Sutter auf der Beliebtheits-Skala. - Nau.ch

Amherd hatte in den ersten Monaten bereits Gas gegeben. Vor allem ihre Überprüfung der Beurteilung der Kampfjetbeschaffung von Vorgänger Guy Parmelin hatte der CVP-Magistratin medial grosse Aufmerksamkeit beschert.

Die Absegnung durch den beliebten Schweizer Astronauten Claude Nicollier und die Trennung von Jets und Bodluv-System brachten Amherd Respekt ein. Zudem setzt sie sich für mehr Frauen nicht nur in der Schweizer Armee ein.

Bundesrat Noten: Werte bei Amtsantritt in der Regel höher

Dagegen hat sich Keller-Sutter bei ihren bisherigen öffentlichen Auftritten als zielstrebige und kompetente Bundesrätin etablieren können. Neben ihrem Justizdepartement übernimmt die Ostschweizerin auch in der EU-Frage oder in der Sozialpolitik die Initiative.

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Am 5. Dezember 2018 wurden Viola Amherd und Karin Keller-Sutter in den Bundesrat gewählt. - Keystone

Bereits bei ihrer Wahl in den Bundesrat durch die vereinigte Bundesversammlung genossen Amherd und Keller-Sutter grossen Rückhalt. Bei einer der kürzesten Bundesratswahlen wurden beide bereits im ersten Wahlgang gewählt. Offenbar vertraut das Volk also den Neo-Bundesrätinnen ebenso wie das Parlament.

Politiker aus Mitteparteien geniessen zu Beginn tendenziell höhere Unterstützung im Volk. Die Werte könnten aber schnell einbrechen, gibt Politikwissenschaftler Fabio Wasserfallen zu bedenken, der die Umfrage mit den Bundesrat Noten durchführte.

Cassis und Parmelin im Bundesrat mit der roten Laterne

Auf den weiteren Plätzen folgen Innenminister Alain Berset (SP), Bundespräsident Ueli Maurer (SVP) und UVEK-Chefin Simonetta Sommaruga (SP). Vor allem der Wert von Berset erstaunt. «Für einen SP-Bundesrat ist das eine sehr gute Bewertung», sagt Studienleiter Wasserfallen.

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Die Bronzemedaille geht an Alain Berset, der im letzten Jahr Bundespräsident war. - Nau.ch

Wirtschaftsminister Guy Parmelin (SVP) und Aussenminister Ignazio Cassis (FDP) belegen die letzten Plätze. Cassis steht besonders bei den Linksparteien im Abseits. Der Tessiner muss zudem für die verkeilte Situation beim EU-Rahmenabkommen den Kopf hinhalten.

Die Hälfte ist mit der Arbeit des Bundesrates unzufrieden

Als Gesamtgremium können die Bundesrat Noten nicht glänzen. Nur neun Prozent der Befragten zeigen sich mit der Arbeit der Landesregierung zufrieden. Die Hälfte der Befragten ist ganz oder eher unzufrieden. Immerhin 41 Prozent geben an, eher zufrieden zu sein.

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Übersicht über die Beliebtheitswerte der Bundesräte. - Nau.ch
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